Zu wenig Ringe

Olympia-Quali: Bogenschützen mit durchwachsener Leistung

Lisa Unruh
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Kam nur auf den 26. Rang: Bogenschützin Lisa Unruh.

Die deutschen Bogenschützen haben in der Qualifikation der Olympischen Spiele in Tokio die vorderen Plätze und damit bessere Ausgangspositionen für die Einzelwettkämpfe verpasst.

Tokio - Lisa Unruh, die 2016 in Rio mit Silber die erste deutsche Olympia-Medaille in dieser Sportart überhaupt geholt hatte, belegte bei den Frauen Rang 26. Die 33 Jahre alte Berlinerin schoss im Yumenoshima Park 647 Ringe. Etwas besser lief es für Michelle Kroppen (655 Ringe) auf Platz elf. Die erst 20-jährige Charline Schwarz (607 Ringe) musste sich mit Rang 60 begnügen. Florian Unruh, der einzige deutsche Starter bei den Männern, belegte mit 654 Ringen Platz 33.

„Vom Gesamtresümee her können wir nicht zufrieden sein“, sagte Bundestrainer Oliver Haidn. „Nach jetzigem Stand entspricht das definitiv nicht unseren Erwartungen.“ Hoffnung für die kommenden Tage macht dem Coach unter anderem aber die „ordentliche zweite Runde“ der 25-jährigen Kroppen, in der sie „sauber gekämpft hat“. Der 28-jährige Unruh war ordentlich in den Wettkampf gestartet, traf laut Haidn „in einer Passe dann aber eine Reihe von taktischen Fehlentscheidungen“.

Südkoreanerin stark

Beste Schützin war San An (680 Ringe) aus der gewohnt starken Mannschaft Südkoreas. Gleich vier Athletinnen überboten den bisherigen olympischen Rekord. Auch bei den Männern landete mit dem erst 17 Jahre alten Je Deok Kim (688 Ringe) ein Südkoreaner vorne.

Neben den Paarungen für die erste K.o.-Runde der Einzelkonkurrenzen ab kommendem Dienstag wurden in der Qualifikation auch die Startplätze für den Team-Wettbewerb der Frauen am Sonntag ermittelt. In dem treffen die Deutschen als Zehntplatzierte im Achtelfinale nun auf Taiwan. Im Mixed-Wettbewerb am Samstag tritt Kroppen an der Seite von Unruh zunächst gegen Mexiko an. Es wäre „sicherlich sehr schön gewesen“, gemeinsam mit ihrem Mann im Mixed aufzulaufen, sagte Lisa Unruh, „aber Michelle war deutlich besser und hat es verdient“. dpa

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