Neuer Vertrag fast fix? Offensiv-Star wohl vor Vertragsverlängerung beim FC Bayern

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Zwei Millionen Dollar an IOC-Mitglieder

198 Jahre Haft! Gouverneur gibt Stimmenkauf bei Olympia-Bewerbung zu

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Ein Foto von der Präsentation der Bewerberstädte für Olympia 2016 - hier zu sehen: Eduardo Paes (links), Carlos Nuzman (Mitte) und Sergio Cabral (rechts).

Sergio Cabral hat zugegeben, Stimmen für die Bewerbung von Rio de Janeiro bei den Olympischen Sommerspielen 2016 gekauft zu haben. Diese Strafe droht dem Politker nun.

Update vom 5. Juli 2019, 11:18 Uhr:

Der frühere Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sergio Cabral, hat im Rahmen einer Gerichtsanhörung am Donnerstag Stimmenkauf bei der Wahl der brasilianischen Ausrichterstadt für die Olympischen Spiele 2016 bestätigt und die Angelegenheit in Details beschrieben. Laut Cabral seien bei der Abstimmung am 2. Oktober 2009 in Kopenhagen neun der 95 Wahlberechtigten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit insgesamt zwei Millionen US-Dollar bestochen worden.

Verantwortlich für den Stimmenkauf bei den IOC-Mitgliedern sowie die Verteilung der Summe sei der Senegalese Lamine Diack gewesen, damals noch Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF. Der Kontakt sei über Brasiliens damaligen NOK-Präsidenten Carlos Arthur Nuzman zustande gekommen, das Geld habe der mittlerweile untergetauchte Multi-Unternehmer Arthur Soares auf Diacks Konten eingezahlt.

Ursprünglich sei nur der Kauf von sechs Stimmen für 1,5 Millionen US-Dollar geplant gewesen, weil Rio das IOC im Kampf gegen Chicago, Madrid und Tokio "sehr europäisiert" einschätzt habe. Dann sei aber Diacks Sohn Papa Massata gekommen und habe für zusätzliche 500.000 Dollar weitere manipulierte Stimmen angeboten.

Rio wurde bei der IOC-Session in Kopenhagen im dritten und entscheidenden Durchgang mit 66:32 Stimmen gegen Madrid als erstes südamerikanisches Land zum Ausrichter der Sommerspiele gewählt. Die Bauten von Stadien und die Errichtung der nötigen Infrastruktur sind bis heute Gegenstand von Korruptions-Untersuchungen in Brasilien.

SID

Auch damaliger Präsident Luiz Inácio Lula da Silva habe von Korruption gewusst

Ursprüngliche Meldung von 5. Juli 2019: Rio de Janeiro - Der frühere Gouverneur von Rio de Janeiro hat erstmals die Zahlung von Schmiergeldern bei der Bewerbung der Millionenmetropole um die Olympischen Sommerspiele 2016 eingeräumt. Er habe für zwei Millionen US-Dollar Stimmen gekauft, um die Spiele für Rio zu sichern, sagte Sérgio Cabral am Donnerstag bei einer Gerichtsanhörung. Der damalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sei in die Bestechung nicht direkt verwickelt gewesen, habe aber davon gewusst.

Gemeinsam mit dem Olympia-Organisationschef Carlos Arthur Nuzman und dem brasilianischen Unternehmer Arthur Cesar Soares de Menezes Filho habe er vor der entscheidenden Abstimmung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) 2009 die Stimmen mehrerer IOC-Mitglieder gekauft, sagte Cabral. Der langjährige Chef des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglied Lamine Diack sowie dessen Sohn hätten dabei geholfen.

Cabral gilt als einer der korruptesten Politiker Brasiliens. In mehreren Verfahren wurde er wegen Korruption, Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu insgesamt 198 Jahren Haft verurteilt.

dpa

Bereits 2017 wurde eine Großrazzia eingeleitet, die die damaligen Verantwortlichen des Bewerbungsprozesses überführen sollte

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