Im Quarantänehotel am Flughafen

Erster Paralympics-Skandal: Rippenbruch! Alkoholisierter Judoka attackiert Hotelpersonal

Die Olympischen Ringe vor dem Olympiastadion in Tokio.
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Ein Judoka liefert bei den Paralympics den ersten Skandal.

Die Paralympics haben ihren ersten Skandal. Ein georgischer Judoka hat in Tokio einem Wachmann eine Rippe gebrochen - ihm droht der Ausschluss.

Tokio - Olympia* ist erst seit wenigen Tagen Geschichte und trotzdem geht die Medaillenjagd* in Tokio in der kommenden Woche schon wieder weiter. Die Paralympics, die Olympischen Spiele der Behindertensportler, finden vom 24. August bis 5. September statt. Während der Paralympischen Sommerspiele werden rund 4400 Athletinnen und Athleten aus rund 160 Ländern in 22 Sportarten* an den Start gehen.

Bei solch einer wunderschönen Veranstaltung, bei der sich Menschen aus aller Herren Länder begegnen und im fairen Wettkampf messen, sollte eigentlich der Sport im Vordergrund stehen und für Schlagzeilen sorgen. Doch die Paralympics liefern schon vor der Eröffnungsfeier den ersten Skandal. Für einen Judoka* dürften die Spiele bereits kurz nach der Anreise schon wieder beendet sein.

Olympia: Paralympics liefern ersten Skandal - Judoka bricht Wachmann eine Rippe

Ein georgischer Judoka ist offenbar vor dem Start der Paralympischen Spiele in Tokio verhaftet worden. Der 34-Jährige soll einem Wachmann im Quarantänehotel am Flughafen Haneda am Donnerstag eine Rippe gebrochen haben, indem er ihn „ansprang und zu Boden stieß“, sagte ein Polizeisprecher der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die georgische Mannschaft war nach Einreise wegen eines positiven Testergebnisses in Quarantäne geschickt worden. Laut lokalen Medien soll das Team im Quarantänehotel dennoch lautstark gefeiert haben. Als ein Wachmann eine Verwarnung aussprechen wollte, kam es offenbar zu dem Vorfall. Wie der japanische Fernsehsender TBS am Montag berichtete, soll der in einem Quarantänehotel untergebrachte Behindertensportler unter Alkoholeinfluss den Wachmann gestoßen und diesem dabei eine Rippe gebrochen haben. Daraufhin sei die Polizei alarmiert worden, hieß es.

Olympia: Judoka droht Ausschluss von Paralympics

Das Nationale Olympische Komitee von Georgien habe den „unehrenhaften Vorfall“ gegenüber dem Sender bestätigt, hieß es. Eine offizielle Reaktion der Organisatoren und des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) gab es zunächst nicht. Nach Informationen lokaler Medien soll der betroffene Athlet von den Spielen ausgeschlossen und nach Hause geschickt werden.

Im Olympischen Dorf hatten australische Sportler kurz vor ihrer Abreise für Verwüstung gesorgt und auch auf dem Rückflug randaliert. Für einen handfesten Skandal, der noch Tage danach die Gemüter erhitzt, sorgte hingegen Fünfkämpferin Annika Schleu beim Reiten - der deutsche Tierschutzbund hat nun Strafanzeige gestellt. (ck/sid/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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