Er gibt in der tz Entwarnung

Petkovic-Freund: "Darf man nicht so ernst nehmen"

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München - Tränen und Trauer statt Tennis. Andrea Petkovic gibt Fans und Freunden derzeit ein Rätsel auf. Ein enger Freund gibt in der tz aber Entwarnung.

Letzter gemeinsamer Auftritt: Petko und Jonathan Heimes bei Carmen Nebel.

Tränen und Trauer statt Tennis. Andrea Petkovic gibt Fans und Freunden derzeit ein Rätsel auf. Nach ihrer Erstrundenniederlage in Luxemburg gegen die Französin Pauline Parmentier (4:6, 2:6) verkündete Petko unter Tränen, dass sie „momentan nicht in irgendeiner Verfassung ist, Tennis zu spielen“. Ihr gehe es nicht gut – „gesundheitlich und privat“. Zudem hat die sonst so kommunikative 27-Jährige seit dem 14. September ihre Aktivität bei den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook eingestellt. Zuvor hatte sie sich oft mehrmals täglich zu Wort gemeldet. Was ist nur los bei der Strahlefrau des deutschen Tennis?

Laut Papa Zoran Petkovic handelt es sich nur um eine Handgelenksverletzung. Auch Jonathan Heimes, ein enger Freund Petkos, gibt in der tz Entwarnung: „Macht euch keine Sorgen. Bei Andy darf man nicht alles so ernst nehmen. Sie ist ein sehr emotionaler Mensch. Dass sie weint, kommt öfters vor. Aber sie ist eine Kämpferin, sie wird stark zurückkommen.“

Eine Eigenschaft, die er mit seiner Jugendfreundin teilt. Mit zwölf Jahren ist Heimes, trainiert von Petko-Papa Zoran, hessischer Tennis-Meister. Zwei Jahre später wird bei ihm Krebs diagnostiziert, gegen den er seit zehn Jahren ankämpft. Ähnlich wie Petkovic musste Heimes aber kürzlich einen Rückschlag hinnehmen. Seit Februar war der 24-Jährige krebsfrei, vor zwei Wochen wurde wieder ein Tumor entdeckt, jetzt steckt er mitten in der Chemotherapie. „Erst war ich ziemlich niedergeschlagen, aber es muss ja weitergehen“, sagt Heimes, der fünf von zehn nötigen Bestrahlungen geschafft hat. Am 9. September feierten sie ihren Geburtstag, am 13. September traten sie zusammen bei Carmen Nebel auf, nun haben sie ein gemeinsames Ziel: das Fed-Cup-Finale am 8./9. November in Prag. Heimes hat vom übertragenden TV-Sender eine Einladung bekommen, Petko, die eine Woche pausiert, will spätestens dann wieder auf dem Platz für Furore sorgen.

Unterstützung bekommt sie von Teamchefin Barbara Rittner und Angelique Kerber: „Andy wird zum Finale fit und positiv gestimmt sein“, sagt Rittner und fügt an: „Dabei wird ihr jetzt eine kleine Auszeit für Kopf und Körper helfen.“ Auch Kerber ist sicher: „Sie bekommt diese Krise gemeistert.“ Und falls es in Prag doch schiefgeht, wird es sie nicht umwerfen. „Am Ende geht es dabei nur um Tennis, und das weiß Andy auch“, sagt Heimes. Recht hat er.

Mathias Müller

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