Ullrich plant Rückkehr in den Radsport

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Jan Ullrich versammelte zu aktiven Zeiten viele deutsche Radsport-Fans hinter sich.

Cap Frehel - Jan Ullrich hat wieder Geschmack am Radsport gefunden. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 will beruflich durchstarten, allerdings nicht auf dem Sattel.

Der 2007 zurückgetretene Jan Ullrich plant eine Rückkehr in den Radsport - allerdings nicht als Aktiver. “Ich möchte jetzt wieder beruflich durchstarten - und das wird relativ sicher im Radsport stattfinden“, sagte der Tour-de-France-Sieger von 1997 der Internetplattform “radsport-news.com“ am Mittwoch.

Er betonte zugleich: “Ich möchte nicht mehr in den aktiven Radsport zurück.“ In den vergangenen Monaten hatte sich der inzwischen 37-jährige Familienvater aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er litt nach eigenen Angaben an einem Burnout-Syndrom. Inzwischen habe er die Krankheit überwunden und wieder Freude als Hobby-Radler.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

1989: Greg LeMond (USA, auf dem ersten Platz stehend) © Getty Images
1990: Greg LeMond (USA) © Getty Images
1991: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1992: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1993: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1994: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1995: Miguel Indurain (Spanien) © Getty Images
1996: Bjarne Riis (Dänemark) Riis gab später zu, gedopt zu haben . Die Disqualifikation ist nicht möglich, da die Verwendung von Doping nach acht Jahren verjährt. Die Organisatoren der Tour de France hatte Riis zunächst aus ihrer Siegerliste gestrichen. Mittlerweile wird er dort wieder geführt. © Getty Images
1997: Jan Ullrich (Deutschland) © Getty Images
1998: Marco Pantani (Italien) © Getty Images
1999: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2000: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2001: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2002: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2003: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2004: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2005: Lance Armstrong (USA) © Getty Images
2006: Floyd Landis (USA). Landis wurde aber am 21. September 2007 der Titel aberkannt. Er war positiv auf Testosteron getestet worden. © Getty Images
Dafür wurde Oscar Pereiro nachträglich zum Gewinner der Tour de France 2006 erklärt. © Getty Images
2007: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2008: Carlos Sastre (Spanien) © Getty Images
2009: Alberto Contador (Spanien) © Getty Images
2010: Alberto Contador (Spanien) © dpa
2011: Cadel Evans (Australien) © ap
2012: Bradley Wiggins (Großbritannien) © ap

Seine Trainingsumfänge lägen bei rund 100 Kilometern. “Das Ganze versuche ich, fünfmal die Woche durchzuziehen“, sagte der frühere Telekom-Star, der 2006 mit dem mutmaßlichen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht worden war. In diesem Zusammenhang hatte die Staatsanwaltschaft Bonn Ermittlungen eingestellt, nachdem der gebürtige Rostocker eine fünfstellige Summe gezahlt hatte.

Die “schleichende Entscheidung“ im Dopingfall um den dreifachen Tour-Sieger Alberto Contador helfe niemandem, erklärte Ullrich. “Ich für meinen Teil stehe zu Alberto. Wenn er freigesprochen wird, ist er einer der größten Radfahrer und darf überall mitfahren. Andererseits muss er natürlich gesperrt werden, wenn er schuldig gesprochen wird.“

dpa

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