"The Voice" des Tennis

Reporterlegende Szepanksi gestorben

Köln - Traurige Nachricht für die deutschen Tennisfans. Reporter Gerd Szepanski ist nach schwerer Krankheit gestorben. Er kommentierte 40 Jahre lang, unter anderem den ersten Wimbledon-Sieg von Boris Becker.

Gerd Szepanski, einer der profiliertesten Tennisreporter der letzten vier Jahrzehnte, ist nach schwerer Krankheit am 8. September in seinem Geburtsort Malente gestorben. Der Mann mit der sonoren Stimme und dem unglaublichen Wissensschatz verlor mit 64 Jahren den Kampf gegen den Schilddrüsenkrebs. Er hinterlässt seine Ehefrau Petra und seine Tochter Sara, die in Göteborg lebt. Szepanski wurde in aller Stille beigesetzt.

40 Jahre lang war „The Voice“ die Stimme des Tennis, zunächst 17 Jahre lang für den NDR bzw. die ARD. Es folgten sieben Jahre bei RTL, vier Jahre beim ZDF und schließlich seit 1999 noch ein gutes Jahrzehnt bei Premiere bzw. Sky. Während seiner Karriere übertrug Szepanski Tausende von Matches, anfangs im Radio und mit Beginn des deutschen Tennisbooms 1985 ausschließlich im Fernsehen. Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich wurden von Szepanski von Anfang bis Ende kompetent begleitet.

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Ääääääääh! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Obacht, gleich kommt's! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Jimmy Connors ... © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
... und Andre Agassi.  © Getty
So stöhn ist das Damentennis!
Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Gerd Szepanski war auf allen Grand-Slam-Turnieren dieser Welt zu Hause. Sein erklärtes Lieblingsziel war Wimbledon, von wo er seit 1978 fast ausnahmslos berichtete. Gleich im ersten Jahr wurde ihm die Ehre zuteil, für das ARD-Fernsehen den allerersten Sieg von Martina Navratilova zu übertragen.

Mit Björn Borg führte er bereits 1974 die ersten Interviews, es folgten Jahre später Hunderte solcher Gespräche mit den Superstars aus aller Welt. Szepanski beherrschte vier Fremdsprachen, es war unter anderem kein Problem für ihn, sich mit Schwedens Idolen Stefan Edberg und Mats Wilander vor laufender Kamera in deren Muttersprache zu unterhalten.

Szepanskis letztes Match am Mikrofon war das Wimbledonfinale 2011 zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal. In diesem Jahr war er noch einmal auf Einladung als Gast in Wimbledon. Obwohl er in der Tennisszene Kultstatus besaß, blieb Szepanski stets ein bodenständiger Kumpeltyp, der Freunde und Kollegen von früher nie vergaß.

sid

Rubriklistenbild: © getty

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