Rittner zwischen "Alptraum" und "Traumjob"

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Angelique Kerber ist das stärkste Pferd im Stall von Barbara Rittner.

Köln - Barbara Rittner hat das deutsche Damen-Tennis wieder zum Leben erweckt. Die Fed-Cup-Teamchefin ist für Angelique Kerber und Co. eine wichtige Vertrauensperson.

Mit den Zupferden Angelique Kerber und Andrea Petkovic an der Spitze wollen die deutschen Tennis-Damen auch im Jahr 2013 wieder für Furore sorgen. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner traut vor allem Kerber weitere Glanzleistungen zu.

„Vielleicht kann sie mit den Erfahrungen dieses Jahres sogar noch einen drauf setzen und eines der ganz großen, engen Matches gewinnen und dann eventuell auch mal ein Grand-Slam-Finale spielen“, sagte Rittner im Interview.

Die 39-Jährige ist so etwas wie die gute Seele im deutschen Damen-Tennis. Zwar haben Kerber und Co. alle ihre persönlichen Trainer, mit denen sie von Turnier zu Turnier reisen. Bei den wichtigsten Veranstaltungen ist aber auch Rittner vor Ort und steht ihren Spielerinnen mit Rat und Tat zur Seite.

„Es ist manchmal auch ein Alptraum, aber im Großen und Ganzen ist es ein Traumjob“, beschreibt die Kölnerin ihren Posten beim Deutschen Tennis-Bund, den sie inzwischen schon seit sieben Jahren ausübt. Dennoch zogen sich die Verhandlungen über ihre Vertragsverlängerung über Monate hin. „Es gab auch andere Optionen“, gestand Rittner, die dann aber doch bis Ende 2015 unterschrieb. „Die Fed-Cup-Mannschaft und auch das Nachwuchsteam liegen mir sehr am Herzen. Ich mache meinen Job wirklich sehr, sehr gerne und aus tiefem Herzen.“

Rittners Bilanz des abgelaufenen Jahres fällt „gemischt“ aus. „Individuell gab es viele Highlights. Allen voran natürlich das Riesenjahr von Angelique Kerber“, sagte Rittner. Doch in Petkovic hatte die gebürtige Krefelderin auch ein großes Sorgenkind zu betreuen. Die beiden schweren Verletzungen der Darmstädterin hätten „vieles überschattet“, sagte Rittner. „Das war sicherlich das Schlimmste neben dem Abstieg im Fed Cup.“

Doch inzwischen traut sie Petkovic wieder eine Rückkehr zu alter Stärke zu. „Wenn ihr der Körper keinen Strich durch die Rechnung macht und sie bereit ist, weiter zu lernen und auf ihren Körper zu hören, dann bin ich mir ganz sicher, dass sie wieder zurückkommt“, sagte die Fed-Cup-Gewinnerin von 1992. „Weil sie einfach so sehr brennt und zu gut ist, um das nicht zu schaffen.“

In Kerber, Petkovic, Julia Görges, Sabine Lisicki und Mona Barthel verfügt Rittner derzeit über ein vielversprechendes Quintett. Trotzdem stieg die DTB-Auswahl im April aus der Weltgruppe ab. „Wir haben es noch nicht geschafft, diese individuelle Klasse, die die Spielerinnen in den Turnieren gezeigt haben, in den Fed Cup zu transportieren“, sagte Rittner. Der Wiederaufstieg steht auf der Wunschliste daher ganz oben. Das sei „das Ziel schlechthin“.

Im Februar muss das deutsche Team im ersten Aufstiegsspiel in Frankreich antreten. Dass zwei Wochen nach den Australian Open in der Kleinstadt Limoges auf Sand gespielt wird, macht die Aufgabe für die deutschen Tennis-Damen nicht leichter.

Doch zunächst einmal geht es für Rittner nach Melbourne zum ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Wie bei jedem der vier großen Events wird sie wieder über die Anlage hetzen, um bei möglichst vielen Matches ihrer Mädels dabei zu sein. Und vielleicht schafft eine ihrer Spielerinnen down under ja den großen Wurf und holt den Titel. Für Rittner wäre das ebenfalls eine Belohnung für ihre Aufbauarbeit der vergangenen Jahre. „Es wäre auch für mich ein Traum, einmal bei einem Grand-Slam-Titel in der Box zu sitzen.“

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

dpa

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