Sieg gegen Li Na

Scharapowa verteidigt Titel in Stuttgart

Maria Scharapowa
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Maria Scharapowa

Stuttgart - Favoritin Maria Scharapowa hat ihren Titel beim WTA-Turnier in Stuttgart verteidigt und damit ihren Fuhrpark erweitert. Angelique Kerber konnte trotz ihrer Niederlage im Halbfinale zufrieden sein.

Als Maria Scharapowa im blauen Porsche über den Centre Court fuhr, war die Stuttgarter Turnier-Woche für das russische Beauty-Girl endgültig perfekt. Zum zweiten Mal war die 26-Jährige ins Schwabenland gekommen, zum zweiten Mal sicherte sie sich den Titel und neben 100 806 Euro einen weiteren Sportwagen des Titelsponsors. „Das ist ein ganz spezielles Turnier für mich“, sagte Scharapowa am Sonntag nach ihrem klaren 6:4, 6:3 im Endspiel gegen die an Nummer zwei gesetzte Chinesin Li Na. Im vergangenen Jahr gewann sie nach Stuttgart auch die French Open. „Deshalb bin ich wieder hier, um mir das gleiche Selbstvertrauen wieder zu holen“, sagte die Nummer zwei der Welt.

„Ich wusste, dass es ein schweres Spiel wird, weil Li Na hier bislang so stark war. Deshalb bin ich überglücklich“, meinte Scharapowa nach der Titelverteidigung beim Porsche Tennis Grand Prix. Die viermalige Grand-Slam-Turnier-Gewinnerin, die sich im Halbfinale am Samstag in drei Sätzen gegen Angelique Kerber durchgesetzt hatte, verwandelte in der mit 4400 Zuschauern ausverkauften Arena nach 1:32 Stunden ihren ersten Matchball.

Kerber konnte das Schwabenland trotz des verpassten Finales mit viel Selbstvertrauen verlassen. Denn auch so bewies die 25-Jährige, dass ihre Erfolge im vergangenen Jahr keine Eintagsfliege waren. „Ich sehe, dass ich dran bin an denen da oben. Das gibt mir viel Zuversicht“, sagte die deutsche Nummer eins nach ihrer unglücklichen 3:6, 6:2, 5:7-Niederlage im Halbfinale gegen Scharapowa. „Ich nehme das Positive aus der Woche mit. Es kommen große und wichtige Turniere.“

Dort wird weiter auch mit Scharapowa zu rechnen sein. Die Russin hatte sich ihre beste Turnierleistung für das Finale aufgehoben. Nachdem sie in den Runden zuvor stets über drei Sätze hatte gehen müssen, benötigte sie gegen Li Na nur zwei Durchgänge. Auch im Vorjahr hatte Scharapowa das Endspiel klar dominiert und die Weißrussin Victoria Asarenka in zwei Sätzen besiegt. Gegen Li Na gelang ihr zugleich die Revanche für die Halbfinal-Niederlage bei den Australian Open im Januar.

Mit druckvollem Spiel von der Grundlinie überzeugte Scharapowa auch dieses Mal und nahm der Asiatin gleich zu Beginn zweimal den Aufschlag ab. Zwar musste die Wahl-Amerikanerin danach selbst einmal ihr Service abgeben. Doch nach 51 Minuten nutzte sie ihren ersten Satzball zum 6:4.

Li Na fand im Duell der French-Open-Siegerinnen der vergangenen beiden Jahre im zweiten Durchgang dann etwas besser ins Spiel. Scharapowa hielt dem erhöhten Druck ihrer Gegnerin aber stand und schaffte zum 4:3 das entscheidende Break. Wenig später durfte sie jubeln, weil Li Na das Finale mit einem Doppelfehler beendete.

Die Veranstalter zogen ebenfalls ein zufriedenes Fazit des topbesetzten Turniers, die Besucherzahl wurde im Vergleich zum Vorjahr noch einmal gesteigert. Inklusive des vorgeschalteten Fed-Cup-Wochenendes strömten 42 212 Zuschauer in die Porsche-Arena. Das waren 1262 Besucher mehr als 2012, als bereits ein Rekord aufgestellt worden war.

dpa

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

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