Weltverband gibt ihm keine Wildcard für Peking-Spiele

Schüttler: Olympiatraum geplatzt?

+
Rainer Schüttler träumt weiter von den Olympischen Spielen in Peking.

Rainer Schüttler träumt weiter von den Olympischen Spielen in Peking.

„Etwas Schöneres gibt es nicht für einen Sportler. Und ich hoffe, dass ich die Chance habe, noch einmal dabei zu sein. Olympia wäre ein Riesentraum für mich“, sagte der 32-Jährige am Samstag im Sportstudio des ZDF. Die Chancen auf eine China-Reise sind aber trotz des sensationellen Comebacks nur theoretischer Natur. Schüttler hatte zum Stichtag 9. Juni die Voraussetzungen nicht erfüllt – und vom Weltverband ITF auch keine Wildcard bekommen. Deshalb fehlt sein Name auf der von der ITF veröffentlichten Liste der für Peking qualifizierten Profis.

Der Australian-Open-Finalist von 2003 räumte ein, dass er während seiner langen Krankheits- und Verletzungspausen auch an ein Karriereende gedacht habe. „Natürlich, vor allem beim Pfeiffer’schen Drüsenfieber wusste ich gar nicht: Schaff ich’‘s nochmal? Kann ich körperlich überhaupt diese Leistung noch einmal bringen? Es gibt Sportler, die deswegen aufgehört haben.“ Er habe einen „kleinen Fehler“ gemacht und zu früh wieder angefangen, meinte Schüttler im ZDF. Daraus hat er gelernt und seine Teilnahme am Sandplatzturnier in Stuttgart wegen einer Schleimbeutelentzündung im Ellbogen abgesagt.

Für Peking wäre er bereit, wenn ihn die ITF antreten ließe. Doch deren Sprecher Nick Imison erklärte nach dem sensationellen Comeback in Wimbledon: „Er ist nicht dabei, daran hat sich nichts geändert.“ Der Deutsche Tennis Bund (DTB) hat Schüttler dennoch beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für eine nachträgliche Nominierung vorgeschlagen. „Vorsorglich“, wie Sportdirektor Klaus Eberhard betonte, falls eine Reihe von Spielern absagt und die ITF Schüttler deshalb wider Erwarten doch noch zum olympischen Turnier zulässt.

Nicht von Olympia, aber von seinem übermächtigen Halbfinal-Gegner Nadal hatte Schüttler bereits in der Nacht zu Freitag geträumt. „Ich habe schlecht geschlafen und irgendwann bin ich aufgewacht und dachte an Rafa“, erzählte Schüttler und musste über sich selbst lachen. Worum es in dem Traum ging, erinnerte er nicht.

Sollte er von den ersten Minuten des Halbfinals geträumt haben, dürfte es jedenfalls ein Albtraum gewesen sein: „Da hatte ich das Gefühl, von einer Wand gerammt zu werden. Ich wusste überhaupt nicht mehr, was ich noch machen soll.“

Quelle: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Emanuel Buchmann: Tour-Sieg ist auch nicht mehr weit weg
Emanuel Buchmann: Tour-Sieg ist auch nicht mehr weit weg
75 Prozent der Verbände laut DOSB gefährdet
75 Prozent der Verbände laut DOSB gefährdet
Dortmunder Sehnsucht nach Kulttrainer Klopp
Dortmunder Sehnsucht nach Kulttrainer Klopp
Michael Jordan "einfach wütend" über Ereignisse in den USA
Michael Jordan "einfach wütend" über Ereignisse in den USA

Kommentare