Schumi über das Leben, die Liebe – und den Tod

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Schumi und Kerner beim Westernreiten.

Willkommen zum Herrenabend. Da sitzen die beiden, vor einer heimeligen Holzwand, in gediegenen Ledersesseln. Michael Schumacher und Johannes B. Kerner.

Es ist Kerners erste Sendung im neuen Jahr (zu sehen heute ab 22.45 Uhr im ZDF) – und Schumi ist der einzige Gast. Das heißt: In Wirklichkeit ist ja Kerner der Gast. Treffpunkt ist nämlich die Pferde-Ranch von Schumachers Ehefrau Corinna. Genau die richtige Atmosphäre für dieses Gespräch – weil es hier nicht um den offiziellen Herrn Schumacher gehen soll, sondern um den ganz privaten Michael. Der sagt über…

... seinen schweren Unfall in Silverstone: Ich fühle, wie mein Herzschlag immer weniger wird und plötzlich komplett aufhört. Lichter gehen aus. Und dann denke ich: „Aha, so fühlt es sich wahrscheinlich an, wenn du dann auf dem Weg nach oben bist…“ Es konnte mir keiner so richtig erklären, was da genau vorgefallen ist. Ich weiß nicht, wie lange ich weg war oder ob es einfach nur eine Ohnmacht oder ein Schockzustand war. Es war eine interessante Erfahrung.

Schumi ganz privat - bei "Johannes B. Kerner"

Schumi ganz privat - bei "Johannes B. Kerner" © 
Michael Schumacher wird heute Abend als einziger Gast in der ZDF-Talkshow "Johannes B. Kerner" (22.45 Uhr) zu sehen sein. © ZDF/Sascha Baumann
Als besonderen Ort für diese Sendung suchte sich das ZDF die Ranch von Schumachers Ehefrau Corinna in der Nähe des Genfer Sees aus. © ZDF/Sascha Baumann
Schumi plaudert mit Kerner über das Leben, die Liebe und den Tod. © ZDF/Sascha Baumann
Bei dem Interview geht es in erster Linie nicht um den "offiziellen" Michael Schumacher, sondern vielmehr um den privaten Schumi. © ZDF/Sascha Baumann
Das ZDF scheute keine Mühen, um die Ranch in ein Fernseh-Studio zu verwandeln. © ZDF/Sascha Baumann
Das Studio wurde in der Reithalle der Ranch aufgebaut. © ZDF/Sascha Baumann
Dort war aber genug Platz, um sich auch mit Schumis liebstem zu beschäftigen: Pferdestärken. © ZDF/Sascha Baumann
Schumi und Kerner ganz tierlieb. © ZDF/Sascha Baumann
Immer mit dabei: Der Hund des Hauses. © ZDF/Sascha Baumann
Schumi und Kerner als Westernreiter. © ZDF/Sascha Baumann
Diese Art Pferdestärken mag Schumacher fast noch lieber. © ZDF/Sascha Baumann
Gemeinsam wagen Kerner und Schumi eine Quad-Fahrt in die verschneite Landschaft rund um den Genfer See. © ZDF/Sascha Baumann
Auch diverse "Begleitfahrzeuge" sind mit unterwegs, von einem "Safety Car" aber weit und breit keine Spur. © ZDF/Sascha Baumann
Schumi und Kerner inspizieren einen Quad. © ZDF/Sascha Baumann
Und auch der Kamerawagen ist bestens präpariert. Den gesamten Beitrag sehen Sie am heutigen Dienstag ab 22.45 Uhr im ZDF bei "Johannes B. Kerner". © ZDF/Sascha Baumann

... die Tatsache, dass er nicht bei Ayrton Sennas Beerdigung war: Ich habe immer versucht, die große Masse zu meiden. Zu der Beerdigung zu gehen, wäre ein Massenauflauf gewesen – und ich hätte mich dabei nicht wohl gefühlt. In Gedanken war ich dabei, und ich habe mit Corinna zu einem späteren Zeitpunkt das Grab besucht. Das war meine Art und Weise, Abschied zu nehmen. Das mag man mir vorwerfen oder auch nicht, aber das sollte eigentlich jeder für sich selber entscheiden dürfen.

... das Rennen, das er direkt nach dem Tod seiner Mutter fuhr: Das war der beste Platz für mich: da im Cockpit, um mich damit auseinanderzusetzen. Weil ich für mich allein war, „in meinem Element“. Ich war sehr konzentriert, aber auch gleichzeitig sehr dankbar dafür, dass das Team mich so unterstützt hat. Es war auch ein Rückzugspunkt, wo ich einfach für mich sein konnte. Ich habe das damals und auch jetzt als richtig empfunden. Unsere Mutter hat uns so groß werden sehen, sie hat uns in jeder Hinsicht unterstützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es hätte anders sehen wollen.

... seine Frau Corinna: Sie ist meine Ergänzung. Wir haben die gleiche Vorstellung von Werten, wir leben sehr intensiv miteinander. Wir sind beide sehr ausgeglichene Menschen. In den 18 Jahren hat es noch nie heftigen Streit gegeben. Noch nie haben wir uns gegenüber laut werden müssen.

... Männer am Herd: Kochen macht Spaß. Wenn es bei uns Pasta gibt, dann bin ich dafür zuständig. Sie richtig zu kochen, ist eine kleine Wissenschaft. Wenn wir Thunfisch zubereiten, Salate oder sonst etwas: Da bin ich schon in der Lage, mich und die Familie zu versorgen.

... Träume:Ich hatte einen Traum, den haben wir uns im letzten Jahr verwirklichen können. Das war, mit Walen zu tauchen. Wir sind auf 25 Meter Tiefe neben einem Walhai getaucht. Die Emotion: Das war sensationell.

... das große Ganze:Ich führe ein erfülltes Leben. Ich habe sehr viel Glück gehabt. In familiärer Hinsicht – und was meinen Freundeskreis angeht. Ich bin rundum zufrieden und glücklich. Es könnte nicht schöner sein.

Quelle: tz

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