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Schwimm-Bundestrainer: Athleten gegen Zulassung von Russen

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Bernd Berkhahn
Bundestrainer Berkhahn hofft, dass der Weltverband in der Frage nach der Zulassung russischer Sportler die Meinung der Athletinnen und Athleten berücksichtigt. © Bernd Thissen/dpa

Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn hofft, dass der Weltverband World Aquatics keine russischen und belarussischen Sportler bei Wettbewerben zulässt. „Ich hoffe, dass sie die Stimmen der Athleten hören und die Athleten sind dagegen, Russen und Belarussen wieder zuzulassen“, sagte Berkhahn in Magdeburg.

Kassel - „Wir beobachten das sehr stark, zumal von den Ukrainern gerade die Meldung kam, dass sie an keiner Veranstaltung teilnehmen, wo Russen und Belarussen am Start sind“, fuhr der Trainer fort. Diese sehr konsequente Äußerung bedeute auch: „Mit Zulassung von Russen sind Ukrainer nicht dabei. Das wird, denke ich, den Sport ordentlich durchrütteln.“

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am Dienstag die Wiederzulassung russischer und belarussischer Sportler als neutrale Athleten zu internationalen Wettbewerben empfohlen. Das IOC verknüpfte die Empfehlung mit Kriterien, die die Neutralität von Sportlern und Sportlerinnen aus diesen beiden Ländern gewährleisten soll. Wie diese Bedingungen umgesetzt werden und ob eine Zulassung gewährt wird oder nicht, müssen die Weltverbände nach ihren Regeln entscheiden.

Berkhahn trainiert in Magdeburg unter anderen Freiwasser-Olympiasieger Florian Wellbrock. Zudem hat er nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine den ukrainischen Spitzenschwimmer Mychajlo Romantschuk in seine Trainingsgruppe aufgenommen. dpa

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