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Silber und Bronze für deutsches Stab-Duo

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Silke Spiegelburg

Barcelona - Silber-Coup und Bronze-Flug: Erstmals seit der EM-Premiere des Frauen-Stabhochsprungs vor zwölf Jahren sind wieder zwei Deutsche auf dem Siegerpodest gelandet. 

Silke Spiegelburg jubelte auf am Freitag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona über ihren zweiten Platz. Fast noch größer war die Freude bei ihrer Teamkollegin Lisa Ryzih, die sensationell Dritte wurde. Ihr zweites EM-Gold nach 2002 erkämpfte sich die schon 30 Jahre alte Russin Swetlana Feofanowa. Die WM-Vierte Spiegelburg aus Leverkusen meisterte 4,65 Meter und landete ebenso auf dem Siegerpodest wie die frühere Junioren- Weltmeisterin Ryzih: Die erst 21-Jährige vom LAZ Zweibrücken machte mit persönlicher Bestleistung von 4,65 den Doppelerfolg perfekt. “Ich bin topfit, deswegen ärgere ich mich, dass ich nicht das abgerufen habe, was ich drauf habe“, beklagte Spiegelburg. Sie war niedergeschlagen, aber “schon froh, dass ich eine Medaille gewonnen habe, aber es wäre mehr möglich gewesen.“

Für Ryzih waren 4,75 Meter einfach noch eine Nummer zu groß: “Ich konnte nicht mehr, war völlig fertig, konnte keinen Schritt mehr machen.“ Eine Riesen-Enttäuschung erlebte dagegen Carolin Hingst: Mit 4,72 Meter als Europas Beste angereist, reichte es für die Mainzerin im Feld der zwölf Springerinnen mit 4,35 nur zum elften Platz. Feofanowa überquerte als Einzige 4,75 Meter und trat das Erbe ihrer Landsfrau Jelena Issinbajewa an, die 2006 in Göteborg EM-Gold gewonnen hatte und derzeit eine “schöpferische Auszeit“ nimmt. Silke Spiegelburg steht nun an der Spitze der Familien-Dynastie. Ihr Vater und ihre drei älteren Brüder Richard, Christian und Henrik machten es im heimischen Lengerich vor - aus Silke musste einfach eine Stabhochspringerin werden. “Da habe ich immer die große Matte gesehen und gedacht, dass ich da auch reinfallen will“, schilderte die WM-Vierte von Berlin 2009.

So schön war die Leichtathletik-EM 2010 in Barcelona

Sehen Sie folgend die schönsten Athletinnen der Leichtathletik-EM in Barcelona (27. Juli bis 1. August 2010). © dpa
Deutschlands Hochsprung-Hoffnung Ariane Friedrich. © Getty
Hammerwerferin Betty Heidler. © Getty
Die deutsche Weitspringerin Bianca Kappler. © Getty
Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. © Getty
Hürdenläuferin Carolin Nytra. © Getty
Siebenkämpferin Carolina Klüft aus Schweden. © Getty
Speerwerferin Christina Obergföll. © Getty
Sprinterin Christine Arron aus Frankreich. © Getty
Die Referenz im Stabhochsprung: Elena Isinbajeva aus Russland. © Getty
Was für ein bezauberndes Lächeln: Hochspringerin Emma Green aus Schweden. © Getty
Die deutsche Damen-Sprintstaffel mit Verena Sailer, Katja Tengel, Anne Möllinger, Marion Wagner und Yasmin Kwadwo. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer neben Hürdenspezialistin Carolin Nytra (r.). © Nike/ Robert Hörnig
Und nochmal die Sailer mit der Nytra. © Nike/ Robert Hörnig
Carolin Nytra ... © Nike/ Robert Hörnig
... macht fast immer eine gute Figur. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer. © Nike/ Robert Hörnig
Verena Sailer nach einem Wettkampf. © Getty
Die britische Siebenkämpferin Jessica Ennis. © Getty
Die britische Siebenkämpferin Kelly Sotherton. © Getty
Diskuswerferin Nadine Müller. © Getty
Die portugiesische Siebenkämpferin Naide Gomes. © Getty
Die dänische Hürdenläuferin Sara Petersen. © Getty
Hürdenläuferin Sarah Claxton aus England. © Getty
Stabhochspringerin Silke Spiegelburg. © Getty
Die holländische Langstreckenläuferin Susan Kuijken. © Getty
Die russische Mittelstreckenläuferin Yelena Soboleva. © Getty

Richard Spiegelburg war 2001 WM- Sechster. Allerdings war die Ausgangslage auch so gut wie nie für eine deutsche “Flugstaffel“: Hingst (4,72 Meter) und Spiegelburg (4,71) führten die europäische Bestenliste an, Überfliegerin Issinbajewa macht eine Pause, und Überraschungs-Weltmeisterin Anna Rogowska (Polen) fehlte wegen einer Fußverletzung. Stab-“Seniorin“ Feofanowa, vor sieben Jahren schon Weltmeisterin, nutzte die Gunst der Stunde und gewann nach 2003 endlich wieder einen Titel. Feofanowa ist seit der EM-Premiere vor zwölf Jahren erst die vierte Stabhochsprung-Europameisterin. Die Russin siegte schon vor acht Jahren in München, 1998 gewann Anschela Balachonowa aus der Ukraine vor dem deutschen Duo Nicole Humbert und Yvonne Buschbaum. 2006 in Göteborg holte sich Überfliegerin Issinbajewa ihren ersten Europameister-Titel. Die 28 Jahre alte Russin hat ihre Denk- und Trainingspause bis zur Wintersaison 2011 verlängert. Inzwischen arbeitet sie aber mit neuer Motivation an ihrem Comeback. “Eine Pause war nötig für mich. Ich war unter zu großem Druck. Aber jetzt fühle ich mich wieder frisch und motiviert“, sagte die 28-Jährige.

dpa

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