Achtes Saisonrennen

Aufstand alter Hasen am Norisring - Rast mit Glück und Pech

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Bruno Spengler setzte sich am Norisring durch. Foto: Nicolas Armer

Die drei Routiniers Spengler, Green und Rockenfeller haben es auf dem Norisring der jungen Generation gezeigt. René Rast legte seinen Norisringfluch ab.

Nürnberg (dpa) – Die geballte Erfahrung hat sich beim Deutschen Tourenwagen Masters am Norisring durchgesetzt.

Im zweiten Rennen auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs in Nürnberg setzte sich der 35 Jahre alte BMW-Pilot Bruno Spengler vor dem 37-jährigen Briten Jamie Green und dem 35 Jahre alten Mike Rockenfeller (beide Audi) durch. Mit seinem fünften Erfolg ist der gebürtige Franzose Spengler Rekordsieger im "fränkischen Monaco" und konnte freudestrahlend den Siegerpokal von Fürst Albert von Monaco entgegennehmen.

"Am Norisring fühle ich mich wie zu Hause. Und wir hatten heute ein geiles Auto gehabt. Da hat es Spaß gemacht zu fahren", sagte Spengler, der seinen letzten von 16 Siegen in der DTM vor zwei Jahren ebenfalls auf dem Norisring gefeiert hatte. Der Wahl-Schweizer, der mit nunmehr 76 Punkten auf dem vierten Rang des Gesamtklassements liegt, schickte gleich eine Kampfansage an das Führungstrio. "Wir konnten heute pushen und wir pushen weiter. Aber es ist ein langer Weg, darum denke ich noch nicht an die Gesamtwertung", sagte Spengler im Hinblick auf das nächste Rennwochenende am 20. und 21. Juli im niederländischen Assen.

Dort feiert die DTM Premiere, weshalb auch Rockenfeller wieder Morgenluft in der Gesamtwertung wittert: "Assen ist Neuland für uns", sagte der Champion von 2013, der am Norisring in beiden Qualifikationen bei den Startplätzen zurückversetzt wurde und einer besseren Platzierung nachtrauerte: "Wir hatten das Auto, um zu gewinnen. Trotz der Rückversetzung haben wir es aus eigener Kraft auf das Podium geschafft – und das ohne ein Safety Car."

Am Samstag hatte der frühzeitige Einsatz des Safety Cars das Feld durcheinandergewirbelt. So konnte Audi-Pilot René Rast, der seinen Wagen beim Start abgewürgt hatte, vom letzten Platz des Feldes und nach seinem Pflichtstopp dank des Safety Cars schnell wieder aufschließen und am Ende sogar seinen dritten Saisonsieg feiern.

Am Sonntag hatte der Mindener wie am Tag zu Beginn Pech. Der Qualifikationssieger wurde vom Markenkollegen Niko Müller aus der Schweiz von der Piste geschoben und absolvierte seinen Pflichtstopp noch in der ersten Runde.

Mit neuen Reifen und einer Runde Rückstand kam der Audi-Pilot noch auf den  siebten Rang und führt nach acht Läufen mit 127 Punkten das Gesamtklassement vor Müller mit 102 Zählern und dem Österreicher Philipp Eng (BMW) mit 101 Punkten an.

Mit nunmehr 66 Zählern auf dem sechsten Platz liegend hat auch Rockenfeller nach knapp der Hälfte der Saison den Titel nicht abgeschrieben. "Mit zwei Siegen und den Punkten in der Qualifikation ist man schnell wieder vorne mit dabei", meinte der Champion von 2013, für den am Sonntag aber etwas anderes im Vordergrund stand: "Wir drei sind die am längsten in der DTM aktiven Fahrer. Viele haben uns schon abgeschrieben."

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