tz-Interview

Stefan Bradl abgeführt - was war da los?

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Stefan Bradl verhaftet? Nein, alles nur ein Spaß.

Sachsenring - Stefan Bradl hofft, dass alles bleibt, wie es ist. "Es wäre meine erste Wahl, bei LCR Honda im Team zu bleiben", sagt er und erklärt im tz-Interview, warum er kürzlich verhaftet wurde.

Sachsenring. 200.000 begeisterte Fans. Die volle Dröhnung Motorsport. Für MotoGP-­Pilot Stefan Bradl geht es beim Heim-Grand-Prix am Sonntag (14.00 Uhr/Sport1) auch um seine sportliche Zukunft. Der 24-Jährige hofft, dass alles bleibt, wie es ist. Gesichert ist das aber nicht. „Es wäre meine erste Wahl, bei LCR Honda im Team zu bleiben. Ich fühle mich sehr wohl und denke, dass sie mit mir ebenfalls zufrieden sind“, sagt Bradl und erklärt im tz-Interview, warum er kürzlich verhaftet wurde

Herr Bradl, Sie in Handschellen und in Obhut der Polizei? Was war da los?

Stefan Bradl: Ich wurde verhaftet – wegen zu schnellen Fahrens (lacht). Nee, im Ernst, das war ein Gag eines Sponsors. Im Vorfeld des GPs am Sachsenring sind mein Vater und ich dort ein paar Runden gefahren. Als wir in die Zieleinfahrt kamen, wurde ich plötzlich von Polizisten angehalten. Ich war nicht vorgewarnt worden, habe mir aber sofort gedacht, dass es sich um einen Spaß handelt. Den habe ich mitgemacht und mich abführen lassen.

Am Wochenende dürfen Sie wieder legal rasen.

Stefan Bradl: Es ist jedes Jahr wieder ein tolles Erlebnis in Deutschland zu fahren. Das Publikum ist großartig. Hinzu kommt, dass viele meiner Freunde und meine Familie mit dabei sein können.

Vergrößert das den Druck?

Stefan Bradl: Im Endeffekt ist es ein Rennen wie jedes andere. Trotzdem, der Druck ist im eigenen Land ein wenig mehr zu spüren. Ich versuche, das auszublenden.

Auf was kommt es am Sachsenring besonders an?

Stefan Bradl: Die Strecke ist sehr winklig und die Zuschauer sind nah am Geschehen dran. Das macht es spannend. Ich hoffe, dass ich konstant fahren kann und mir keine Fehler unterlaufen.

Nach dem Rennen geht es in die Sommerpause. Was nehmen Sie sich für die zweite Hälfte des Jahres vor?

Stefan Bradl: Ich versuche erst mal den Kopf frei zu bekommen. Wir hatten in der ersten Saisonhälfte einige Höhen und Tiefen, hin und wieder auch ein wenig Pech. Das Level des Fahrerfelds hat sich noch einmal erhöht. Es wird daher schwieriger auf die Podiumsplätze zu fahren. Aber das soll keine Ausrede sein. Ich will nach wie vor meine Rennen unter den Top fünf beenden.

Marc fährt für das Werksteam Honda, Sie weiterhin für das Honda-Satellitenteam LCR. Wie groß ist sein technischer Vorteil?

Stefan Bradl: Ich denke schon, dass es da einen Unterschied gibt. Wie groß dieser ist, kann ich nicht sagen. Ich will mit dem was ich habe gute Leistung erbringen. Das ist es, was für mich zählt.

Interview: Lena Meyer

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