El Salvador trauert um Olympia-Hoffnung

Blitzschlag! Surferin stirbt beim Training - ihr Onkel war direkt daneben

Die Surferin Katherine Diaz wurde von einem Blitzeinschlag getötet.
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Die Surferin Katherine Diaz wurde von einem Blitzeinschlag getötet.

Die Surferin Katherine Diaz wurde vom Blitz getroffen und war sofort tot. Zahlreiche Surfer in El Salvador nahmen bei einer emotionalen Zeremonie Abschied.

El Tunco - Surferin Katherine Diaz hat ihre große Leidenschaft mit dem Leben bezahlen müssen. Nach einem Trainingstag wie jedem anderen wollte sie aus dem Wasser steigen, doch ein plötzlicher Wetterumschwung wurde ihr zum Verhängnis. Diaz wurde nur 22 Jahre alt. Die Surfer-Szene weltweit trauert um ihren Tod.

Surferin Katherine Diaz wird von Blitz getötet - Ihr Onkel musste es mit ansehen

Sie galt als eine große Hoffnung ihres kleinen Landes: Die Surferin Katherine Díaz aus El Salvador ist von einem Blitzschlag getötet worden. Das Unglück ereignete sich letzte Woche am Freitag am Strand von El Tunco an der Pazifikküste des mittelamerikanischen Landes.

Nach einem Bericht der salvadorianischen Zeitung La Prensa Gráfica hatte Diaz am Strand von El Tunco trainiert. Im Wasser traf sie zufällig auf eine befreundete Surferin, dann kam es völlig unvorbereitet zum Blitzeinschlag. „Die Freundin wurde von der Wucht des Blitzeinschlags weggeschleudert und ich von meinem Board geworfen. Katherine war sofort tot“, sagte ihr Onkel Beto Diaz, der ebenfalls im Wasser dabei war, der Zeitung Cancha. Nachdem sie vom Blitz getroffen wurde, brachten Augenzeugen sie ans Ufer und versuchten sie wiederzubeleben - erfolglos. An verschiedenen Orten des Departments La Libertad, zu dem El Tunco gehört, hatte es kräftige Gewitter gegeben.

Surferin Diaz wollte bei Olympia antreten - emotionale Trauerfeier auf dem Meer

„Wir sehen uns wieder, große Kämpferin. El Salvador trauert“, verabschiedete sich El Salvadors Surf-Verband mit emotionalen Worten. „Katherine verkörperte als eine weltweite Botschafterin des Sports die Freude und die Energie, die das Surfen zu so etwas Besonderem für uns alle macht“, schrieb der Internationale Surfverband auf Facebook.

Am Dienstag wurde sie von zahlreichen Surfern in El Salvador bei einem „Paddle Out“ geehrt. „Sie wird immer bei uns sein, in unseren Herzen, in unseren Gedanken. Diejenigen von uns, die mit ihr surfen waren, werden sich jedes Mal an sie erinnern, wenn sie draußen sind“, sagte ein Freund. Bereits vor einem Jahr kam eine andere Surf-Schönheit ums Leben, allerdings auf mysteriöse Weise. Auch auf dem Brett unterwegs, aber im Schnee

Diaz begann bereits im Alter von neun Jahren mit dem Surfen, inspiriert von ihrem Bruder José Diaz, dem heutigen Verbandspräsidenten. Sie hatte bereits an verschiedenen internationalen Wettkämpfen teilgenommen und im vergangenen November einen nationalen Wettbewerb gewonnen. Ihre Vorbereitung galt den Surf City El Salvador World Surfing Games, an denen ab Ende Mai die letzten Startplätze für Olympia vergeben werden. Surfen steht in Tokio erstmals im olympischen Programm. Diaz wollte die erste olympische Medaille in der Geschichte von El Salvador gewinnen. Ein ehemaliger Olympia-Star, der auch auf dem Brett unterwegs war, allerdings auf dem Snowboard, ereilte vor Kurzem ebenfalls ein Naturunglück. (ck/dpa)

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