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Der tiefe Fall einer Tennis-Legende: Jetzt ist sie 50 - Erkennen Sie sie noch?

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Arantxa Sanchez Vicario im Jahr 2020, als sie mit dem Commitment Award geehrt wurde.
Arantxa Sanchez Vicario im Jahr 2020, als sie mit dem Commitment Award geehrt wurde. © AFP7/imago

Arantxa Sanchez Vicario hat im Tennis viele Siege gefeiert. Doch die spanische Legende ist tief gefallen - sie hat schwere Geldprobleme.

München - Eine Golden-Slam-Gewinnerin gegen eine 17-Jährige im Finale der French Open 1989: Steffi Graf gegen Arantxa Sanchez Vicario. Den unermüdlichen Kampfgeist der Spanierin bekam die deutsche Nummer eins zu spüren. Graf hatte im Vorjahr alle Majorturniere gewonnen und die Goldmedaille in Seoul als I-Tüpfelchen draufgesetzt. Doch in Paris biss sie sich an diesem sonnigen Junitag an der erst 17 Jahre alten Spanierin die Zähne aus.

Und die Teenagerin triumphierte: Mit einem umkämpften Dreisatzsieg machte die Grundlinienspielerin aus Barcelona, die an diesem Samstag 50 Jahre alt wurde, den Coup perfekt. Es war der Start einer glanzvollen Karriere. Doch Sanchez Vicario ist tief gefallen.

Arantxa Sanchez Vicario verdiente gut - doch vom Geld ist offenbar nicht viel übrig

Nach dem Triumph über Graf in Paris folgten zwei weitere Titelgewinne in Roland Garros, der Triumph 1994 bei den US Open, sechs Doppeltrophäen bei Grand Slams und auch noch vier Mixed-Titel. Sanchez Vicario war enorm vielseitig und erklomm die Spitze der Weltrangliste im Einzel und im Doppel.

Entsprechend gut verdiente die Spanierin im Verlauf ihrer Karriere, doch vom ganzen Geld ist offenbar nicht mehr viel übrig. Seit einigen Jahren taucht Sanchez Vicario, die in Miami lebt, immer wieder unerwünscht in den Schlagzeilen auf. Millionenforderungen gegen die Graf-Rivalin kamen an die Öffentlichkeit, von Betrugsverdacht war die Rede.

Sanchez Vicario bezeichnete sich 2018, als die Bank Luxembourg Strafanzeige in Barcelona stellte, als zahlungsunfähig. Ihr Bruder und Ex-Profi Emilio Sanchez habe ihr Millionenvermögen veruntreut. Ihre Gläubigerbank hingegen behauptete, die mehrfache Grand-Slam-Gewinnerin und ihr inzwischen Ex-Mann hätten ihre Vermögenswerte durch verschiedene Mantelgesellschaften verschleiert, um die Schulden nicht begleichen zu müssen.

Ist sie Täterin oder wurde ihr übel mitgespielt? Inzwischen soll sich Sanchez Vicario laut der Zeitung El Pais geständig gezeigt haben, sie sei „Opfer“ ihres Ex-Gatten Josep Santacana gewesen. Das Bild der einstigen spanischen Ikone in der Öffentlichkeit hat unterdessen mächtig gelitten. Auch wenn Triumphe wie der von 1989 noch lange in den Köpfen bleiben. (cg mit sid)

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