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Tennis-Elite mit Zverev misst sich bei ATP Finals

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Alexander Zverev
Olympiasieger Zverev trifft im ersten Gruppenspiel der ATP Finals auf den Italiener Matteo Berrettini. © Christophe Archambault/AFP/dpa

Ohne die Topstars Roger Federer und Rafael Nadal steigt die Turin-Premiere der ATP Finals. Alexander Zverev will wie 2018 das Jahresabschlussturnier für sich entscheiden.

Turin - Zum Auftakt des Tennis-Saisonfinals steht Alexander Zverev gleich vor einer besonderen Herausforderung.

In seinem ersten Gruppenspiel in Turin triff der Hamburger am heutigen Sonntag (21.00 Uhr/Sky) auf den Italiener Matteo Berrettini, der von den Zuschauern mit Begeisterung angefeuert werden dürfte. Erstmals steigt das Jahresabschlussturnier der acht erfolgreichsten Tennisprofis in Turin, nachdem es zuvor in London ausgetragen wurde. Neben Zverev ist im Doppel-Wettbewerb der ATP Finals Kevin Krawietz dabei, der zu seinem ersten Spiel am Sonntagvormittag antritt (11.30 Uhr/Sky).

Der Fokus liegt wie gewohnt auf den Einzeln, auch wenn die Topstars Roger Federer und Rafael Nadal aufgrund ihrer Verletzungen fehlen. Mit Gruppenspielen geht die inoffizielle ATP-WM los, die ersten Beiden jeder Gruppe ziehen ins Halbfinale am kommenden Samstag ein.

Die Rote Gruppe

Daniil Medwedew (Russland, 25 Jahre, Weltranglisten-2.): Der Titelverteidiger kommt mit viel Selbstvertrauen, weil er als einziger Teilnehmer abgesehen von Novak Djokovic einen Grand-Slam-Titel vorweisen kann. Bei den US Open vermasselte er dem Serben die Chance, alle vier Grand-Slam-Turniere in einem Jahr zu gewinnen.

Alexander Zverev (Hamburg, 24, 3.): Der Olympiasieger hat in diesem Jahr fünf Titel eingesammelt, keiner hat mehr gewonnen. Die ATP Finals hatte der Hamburger 2018 in London überraschend für sich entschieden - und er will diesen Erfolg in Turin nun wiederholen: „Selbst wenn man körperlich müde ist und emotional erschöpft, bei so einem Event holt man noch mal alle Reserven aus sich raus“, sagte er.

Matteo Berrettini (Italien, 25, 7.): Der 25-Jährige ist der Anführer einer starken italienischen Tennis-Generation. Im Sommer erreichte er als erster Italiener das Endspiel von Wimbledon - und will nun zum Auftakt in Turin Zverev ärgern. „Ich spüre den Druck, aber es ist ein positiver Druck“, sagte der einzige italienische Teilnehmer: „Ich weiß, dass die Zuschauer auf meiner Seite sein werden.“

Hubert Hurkacz: (Polen, 24, 9.): Der Pole qualifizierte sich als Letzter und zum ersten Mal für das Saisonfinale. Er fiel in diesem Jahr in Wimbledon auf, weil er im Viertelfinale in drei Sätzen Federer besiegte und den letzten Satz mit 6:0 gewann.

Die Grüne Gruppe

Novak Djokovic (Serbien, 34, 1.): Er verlor im Olympia-Halbfinale gegen Zverev und musste seinen Traum von Gold aufgeben. Im Endspiel der US Open unterlag er Medwedew und vergab die Chance, alle vier Grand Slams in einem Jahr zu gewinnen. Zum siebten Mal - so oft wie keiner vor ihm - beendet er die Saison als Nummer eins, auch weil er bei den Australian Open, den French Open und in Wimbledon gewann.

Stefanos Tsitsipas (Griechenland, 23, 4.): Der Grieche gewann die ATP Finals 2019. Zuletzt schwächelte der 23-Jährige etwas und gab beim Masters-1000-Turnier in Paris wegen einer Armverletzung auf.

Andrej Rubljow (Russland, 24, 5.): Steht als Fünfter der Weltrangliste so gut da wie nie zuvor. Er spielte aber in dieser Saison nicht so erfolgreich wie in seinem starken Jahr 2020.

Casper Ruud (Norwegen, 22, 8.): Der Aufsteiger der Saison. Ruud hat wie Zverev fünf Turniere in diesem Jahr für sich entschieden. Qualifizierte sich als erster Norweger für die ATP Finals und ist wie Hurkacz Debütant. Jüngster Teilnehmer in Turin. dpa

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