Theiss: "Ich komme stärker wieder!"

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Ein ungewohntes Bild: Die bisher ungeschlagene Theiss ging beim Kampf gegen Olga Stawrowa  zu Boden – und beinahe k.o.

München - Hart gekämpft und trotzdem verloren… Für Deutschlands Star-Kickboxerin Dr. Christine Theiss war der vergangene Freitag kein guter Tag. Doch die WM-Niederlage sorgt für einen Extra-Motivationskick.

Die 33-Jährige verlor zum ersten Mal in ihrer Karriere einen WM-Kampf! Damit gehört der Gürtel nun ihrer Gegnerin Olga Stawrowa aus Russland. In ihrem 23. WM-Kampf musste Theiss in der fünften Runde eine harte Linke von Stawrowa, Nummer eins des WKU-Verbandes, einstecken. Die Kardiologin ging bei der Pflichtverteidigung auf die Matte – und sogar fast k.o. „Ich hab den Schlag nicht kommen sehen“, sagte die langjährige Weltmeisterin nach dem Fight im Münchner Circus Krone.

Trotzdem, Theiss stand wieder auf, brachte den Kampf angeschlagen über die volle Rundenzahl. „Der Niederschlag hat mir schwer zu schaffen gemacht“, sagte ­Theiss. „Ich habe alles gegeben, und es hat nicht gereicht.“ Kurz nach dem Kampf stellte ihr Trainer Mladen Steko sogar das Urteil der Richter infrage, entschuldigte sich aber wieder dafür. „Olga hat verdient gewonnen“, sagte er am Sonntag. Theiss selbst kündigte in der tz an: „Ich werde meine Karriere auf keinen Fall so beenden. Ich komme zurück – und das noch einmal stärker!“

Auch Steko bestätigte der tz: „Der Rückkampf ist vertraglich gesichert. Wir werden nun nach einem geeigneten Zeitpunkt suchen.“ Zunächst soll Chrissi sich aber erholen – und sich in Ruhe vorbereiten. Die 33-Jährige hatte zuletzt ebenfalls viel Kraft in ihre TV-Jobs als Moderatorin verschiedener Sendungen investiert. Theiss nach dem Kampf: „Vielleicht werde ich da bei meiner nächsten Vorbereitung ein wenig kürzer treten. Ich werde das tun, was gut für mich ist.“

Fakt ist: Die Wahlmünchnerin ist niemand, der aufgibt. „Ich gratuliere Olga ganz herzlich. Wir sehen uns beim Rückkampf!“, sagte Theiss einen Tag nach der Niederlage.

Ende des Jahres wird sie zurücktreten und eine Familie gründen. „Nach einer Schwangerschaft ist es auf diesem Niveau nicht mehr möglich, in den Ring zurückzukommen“, hatte sie bereits im April erklärt. Einmal wird sie das aber noch tun – und das eben noch stärker als am Freitag!

lm

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