Kommentar

Nach Pferde-Drama bei den Olympischen Spielen in Tokio: Der Vorwurf der Tierquälerei trifft die Falschen

Moderner Fünfkampf: Olympia, Einzel, Frauen, Springreiten im Tokyo Stadium. Das Pferd Saint Boy von Annika Schleu aus Deutschland verweigert den Sprung.
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Nach dem Pferde-Drama bei den Olympischen Spielen in Tokio steht nicht nur Annika Schleu am Pranger.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen einer Anzeige des Tierschutzbundes gegen Fünfkämpferin Annika Schleu und Trainerin Kim Raisner. Ein sinnloser Akt, der keinem Pferd hilft. Ein Kommentar.

Potsdam – Die Diskussion nimmt kein Ende: Sie ist richtig und wichtig. Doch leider trifft es mal wiedernciht die Richtigen. Denn der Ritt der Modernen Fünfkämpferin Annika Schleu bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio* ist nur das Symptom, aber nicht der eigentliche Kern des Problems. Denn nach dem Fünfkampf-Drama bei Olympia sind es mal wieder die Falschen, die möglicherweise bestraft* werden.
Warum das so ist, verrät kreiszeitung.de

Zu allem Überfluss kursieren ähnliche, ja sogar schlimmere Bilder schon sehr viel länger im Netz. Im Mai nahm die finnische Fünfkämpferin Laura Salminen am Weltcup-Finale in Ungarn teil. Schon die ersten Sprünge verpatzte sie, saß unruhig, gab dem Pferd zu viel Druck. Bis es schließlich zu früh abhob und unsanft im Sprung landete. Beide fielen auf die Nase, die Reiterin rappelte sich wieder auf, das Pferd nicht – bis Helfer es hochscheuchten.

Statt sich das Pferd genau anzuschauen, ob es ohne Verletzungen und Blessuren davongekommen war, sattelte die 34-Jährige wieder auf und setzte den Horror-Ritt fort. Sie selbst postete, ja beinahe stolz, diesen sogar auf Instagram. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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