24-Stunden-Rennen

Horrorcrash in Le Mans

Le Mans - Das erste Training für die 82. Auflage des 24-Stunden-Rennens von Le Mans ist von einem schweren Unfall überschattet worden. 

Audi-Werksfahrer Loic Duval, der den legendären Langstreckenklassiker im vergangenen Jahr erstmals gewinnen konnte, kam aus bisher ungeklärter Ursache in der sehr schnellen Passage „Porsche-Kurven“ mit hoher Geschwindigkeit von der Strecke ab und flog in einen Sicherheitszaun.

„Loic Duval war ansprechbar. Er ist zunächst in das Medical-Center an der Rennstrecke und anschließend zu weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus in Le Mans transportiert worden. Dabei haben die behandelnden Ärzte zwei Hautverletzungen diagnostiziert“, teilte Audi in Le Mans mit. Wie es zu dem schweren Crash, bei dem der R18 total zerstört wurde, kommen konnte, steht bislang nicht fest. „Die genaue Unfallursache wird vermutlich erst bei Audi Sport in Ingolstadt ermittelt werden können“, erklärte der Kommunikations-Chef auf dpa-Anfrage.

Die Ingolstädter versuchen nun über Nacht, ein völlig neues Autos aufzubauen. Das genehmigten der veranstaltende Automobile Club de l'Ouest (ACO) und die Sportkommissare des Automobil-Weltverbandes FIA. Das Ziel von Audi ist es, mit dem neuen R18 e-tron quattro am Donnerstagabend am abschließenden Qualifying teilzunehmen, um sich für das Rennen am Samstag (Start 15.00 Uhr) zu qualifizieren. Ob der Franzose Duval dann fahren kann, ist noch unklar. Im Spanier Marc Gene stünde aber ein Ersatzfahrer bereit.

Duval, der mit Rekordgewinner Tom Kristensen (Dänemark) und dem Brasilianer Lucas di Grassi ein Trio bildet, wird am Donnerstag 32 Jahre alt. Wegen des Unfalls wurde das Training nach 65 Minuten abgebrochen und 50 Minuten später wieder aufgenommen.

dpa

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