PK beginnt um 12.30 Uhr

Hyballa auf Türkgücü-PK: „Über all die Spieler, die ich entwickelte, wird nicht gesprochen“

Peter Hyballa wird am Freitag (24. September) offiziell bei Türkgücü München vorgestellt.
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Peter Hyballa wird am Freitag (24. September) offiziell bei Türkgücü München vorgestellt.

Türkgücü München präsentiert mit Peter Hyballa einmal mehr einen neuen Trainer. Wir sind bei seiner ersten PK dabei und berichten im Live-Ticker.

Türkgücü München: Hyballa will sein Team „zur Gangster-Truppe“ machen - Esbjerg-Geschichte tat sehr weh

Peter Hyballa über ...

... die Bedeutung von Sercan Sararer: „Er ist natürlich ein wichtiger Spieler, ein extravaganter Spieler, aber auch ein launischer Spieler. Wir müssen schauen, dass er immer gute Laune hat. Wenn man von einem Unterschiedsspieler spricht, ist er da schon die Nummer eins.“

... die Berichterstattung der Medien: „Die ein, zwei Sprüche hab ich gemacht. Aber über die ganzen Spieler, die ich entwickelt habe, meiste Spieler mit Fritz-Walter-Medaillen, darüber wird nicht gesprochen. Auch meine Mutter wurde damals angefeindet, das war unheimlich.“

... seine Kenntnisse der bayerischen Kultur: „München ist eine faszinierende Stadt, da hab ich mir gedacht, München oder Esbjerg, da nehme ich München. Es ist finde ich einfach eine geile Stadt. Ich trinke dann Ingwer-Schorle und Max ein Bier und dann hoffe ich, dass wir Siege feiern können.“

... die Geschichte in Esbjerg: „Das fand ich schade, dass die Spieler nicht zu mir gekommen sind, sondern zu einer Gewerkschaft gegangen sind. Das ist dann auch ein bisschen dieser „Abschreib-Journalismus“. Der dänische Boulevard hat dann Sachen geschrieben, die habe ich nicht gemacht, Rufmord, die Familie wurde bedroht. Ich war dann immer in so einer Rechtfertigung, ich kam nicht mehr aus der Spirale raus. Durch diese Sache bin ich mit Journalisten auch vorsichtiger geworden, das war schon gemein. Ich komme aber über die Emotionen. Ich glaube nicht, dass ich so schnell wieder nach Dänemark gehe oder ein Angebot bekomme.“

... den Faktor Emotionalität: „Jürgen Klopp hat das mal gesagt: Ich bin der Emotionstank. Auf dem Platz muss man brennen, leider macht das diese Spielergeneration nicht mehr ganz von alleine.“

... die Infrastruktur bei Türkgücü München: „Wenn man das mit RB vergleicht, ist das schon wie Nord- und Südpol. Aber wir haben einen Platz und Bälle. Ich will aber auch nicht so schnell negativ werden wie in der Vergangenheit, sondern positiv bleiben. Die Trainingsbedingungen dürfen kein Alibi sein.“

... die Beziehung zwischen ihm und Türkgücü München: „Es stimmt, ich war schon bei Traditionsvereinen, aber ich war auch am Anfang bei RB Salzburg, das war einer meiner größten Fehler, das Projekt zu verlassen. Ich kann hier etwas entwickeln, und die Mannschaft besteht ja aus gestandenen Spielern.

.. kurzfristige und langfristige Ziele: „Gewinnen, was soll ich sonst sagen, ich bin da auch kein Romantiker. Inhaltlich mehr Balldruck, in die Tiefe spielen, bei Standards ein bisschen kreativer werden.“

... mögliche personelle Veränderungen: „Über einzelne Persönlichkeiten rede ich ungern. Drei bis vier Veränderungen wird es aber wohl geben.“

... seine Spielidee und Verbesserungspotenzial: „Ich bin vom Gegenpressing überzeugt, wir brauchen ein bisschen mehr Balldruck und wollen mehr in die Tiefe spielen. Es muss wehtun gegen Türkgücü spielen, wir wollen ein bisschen eine „Gangster-Truppe“ werden.“

... den kommenden Gegner Borussia Dortmund II: „Da werden viele Spieler in den nächsten Jahren 2. oder 3. Bundesliga spielen, solche jungen Mannschaften sind manchmal aber nicht ganz ausgebufft. Das war damals bei der U19 in Dortmund mit meine geilste Zeit. Heute ist das eine Mannschaft, die gute Tiefenläufe, in der Restverteidigung hin und wieder aber Probleme hat.“

Max Kothny über ...

... über den Schleudersitz auf der Trainerbank: „Wenn der Erfolg passt, ist er das nicht. Erfolg ist an zwei Teilen zu messen: der eine ist die Tabelle, da bleibe ich bei meiner Aussage von vor der Saison. Der zweite ist Entwicklung, und die hat zuletzt gefehlt.“

... die Entscheidung zum Trainerwechsel: „Das war eine Majority-Entscheidung, wir waren alle drei der gleichen Auffassung. Ich habe in den ersten fünf Spielen schon nie Überzeugung gesehen, das ist nicht unser Anspruch.“

Update vom 24.09, 12:45: Nun spricht Peter Hyballa zum ersten Mal. Er habe schon viel mit seinen Spielern gesprochen, die viel Erfahrung und Qualität in sich hat. Die ersten Tage seien gut verlaufen.

Update vom 24. 09, 12.42: Geschäftsführer Max Kothny heißt Neu-Trainer Peter Hyballa willkommen und spricht von einer ereignisreichen vergangenen Woche. Die Entscheidung, Petr Ruman freizustellen, haben er, Roman Plesche und Hasan Kivran getroffen.

München - Nach gerade einmal neun Spielen hat Türkgücü München* seinen Trainer Petr Ruman freigestellt und mit Peter Hyballa bereits seinen Nachfolger gefunden. Am Freitag (24. September) ab 12.30 Uhr spricht der neue Hauptübungsleiter vor seinem Debüt gegen Borussia Dortmund II erstmals zu den Medien. Wir berichten von Hyballas Premieren-PK im Live-Ticker.

Türkgücü München: Hyballa sorgt mit fragwürdigen Äußerungen für Aufsehen

Ein Typ, der „nicht aalglatt ist“, sagte Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny über seinen neuen Trainer. Fakt ist, der 45-Jährige ist in Europa schon viel herumgekommen und sorgte dabei mancherorts durch seinen ungewöhnlichen Führungsstil für Schlagzeilen. Nichtsdestotrotz ist er ein echter Fußball-Fachmann, arbeitete zuletzt während der EM als Taktikexperte beim ZDF und förderte unter anderem Weltmeister Mario Götze in seiner Zeit als Junioren-Trainer.

Türkgücü München: Hyballa muss mit großen Persönlichkeiten zurechtkommen - Sportlicher Erfolg bedingt Wachstum des Vereins

Bei Türkgücü München übernimmt er nun eine Mannschaft, die gespickt ist mit verdienten Spielern wie Sercan Sararer oder Petar Sliskovic. Ob Hyballa aus solchen Persönlichkeiten Topleistungen herauskitzeln kann, wird letztendlich wohl über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Denn neben dem sportlichen Erfolg will Türkgücü auch im fortan heimischen Olympiastadion Fuß fassen und die Aktienverkäufe nach der geänderten Rechstform vorantreiben. (Jonas Grundmann) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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