Sieg in Peking

Djokovic verdirbt Nadal die Party

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Novak Djokovic besiegte Rafael Nadal als erster auf Hartplatz in dieser Saison.

Peking - Titelverteidiger Novak Djokovic hat das ATP-Turnier in Peking zum vierten Mal gewonnen und Rafael Nadal die Party verdorben. Trotzdem verliert der Serbe die Führung in der Weltrangliste.

Im Duell der Tennis-Giganten hat Novak Djokovic die Erfolgsserie von Rafael Nadal gestoppt und gezeigt, dass er sich mit dem Verlust der Nummer eins an den Spanier nicht abfinden will. Djokovic gewann am Sonntag im Finale des Turniers von Peking 6:3, 6:4 gegen Nadal, der durch den Einzug ins Endspiel am Montag die Spitzenposition von Djokovic übernehmen wird.

Nach 1:27 Stunden verwandelte der 26-jährige Djokovic seinen ersten Matchball und revanchierte sich für die Niederlage gegen Nadal im Finale der US Open Anfang September.

Linkshänder Nadal kassierte die erste Niederlage auf Hartplatz in diesem Jahr (27:1 Siege) und verpasste die Krönung der besonderen Art. Bereits mit seinem Einzug ins Endspiel hatte der 13-malige Grand-Slam-Champion seine Rückkehr auf den Tennis-Thron nach über zwei Jahren besiegelt. Nadal wird am Montag Australian-Open-Sieger Djokovic an der Spitze des Rankings ablösen und erstmals seit 3. Juli 2011 wieder ganz oben stehen. Der Serbe hatte den Platz an der Sonne zuletzt 101 Wochen inne.

„Rafa verdient es, nach seiner Saison die Nummer eins zu sein. Ich bin glücklich, dass ich gut gespielt habe“, sagte Djokovic nach seinem Sieg. Er bewies mit dem 16. Erfolg im 38. Vergleich prompt, dass Nadal auch verlieren kann. Frühe Breaks in beiden Sätzen brachte er jeweils ins Ziel, nach knapp eineinhalb Stunden war das Match vorbei. Durch die gelungene Revanche für die Niederlage im US-Open-Finale vor einem Monat bleibt der 26 Jahre alte Belgrader in Peking ungeschlagen und durfte gut 557 000 Dollar Preisgeld mitnehmen. Insgesamt war die Herren-Veranstaltung mit 3,57 Millionen Dollar dotiert.

Nadal gab sich dennoch bescheiden. „Ich gehe jetzt nicht ins Bett und denke, ich bin der beste Spieler der Welt. Das habe ich noch nie gemacht. Es ist aber eine große Genugtuung wegen all der Arbeit, die ich leisten musste, um wieder dort zu sein, wo ich heute stehe“, sagte der achtmalige French-Open-Gewinner, der im Achtelfinale von Peking Philipp Kohlschreiber (Augsburg) ausgeschaltet hatte.

Im Halbfinale hatte Nadals Gegner Tomas Berdych (Tschechien) beim Stand von 2:4 im ersten Satz wegen einer Rückenverletzung aufgeben müssen. Djokovic, der im Endspiel keinen Breakpunkt zuließ, hatte sich gegen den Franzosen Richard Gasquet durchgesetzt (6:4, 6:2).

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Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Eine hartnäckige Knieverletzung hatte Nadal 2012 für sieben Monate außer Gefecht gesetzt. Erst im Februar dieses Jahres hatte er sein Comeback gegeben. Daher betonte der 27-Jährige: „Ohne Gesundheit ist nichts möglich.“ 2013 sei bislang „ein großartiges Jahr, eines der besten meiner Karriere“, sagte Nadal. Seit Februar hat „Rafa“ zehn Titel in 13 Finals geholt. Nur 2005 (elf Titel) hatte er mehr gewonnen.

sid/dpa

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