Button: Bald geht's ihm nass rein...

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Dunkle Wolken über Jenson Button

Richtig heiß wird es und staubtrocken. In Bahrain mag das noch gelten für WM-Leader Jenson Button. Aber dann ist Schluss mit lustig – denn Button geht’s bald nass rein…

 Hintergrund: Der Grand Prix in Manama am Sonntag ist das letzte Rennen, in dem der Brite noch den vollen Vorteil seines Doppeldiffusors ausnutzen kann. Danach rüsten die Konkurrenzteams nach und die Jagd auf die Brawn-Boliden beginnt richtig. 21 Punkte hat Button auf dem Konto, sechs weniger sein Teamkollege Rubens Barrichello.

Sebastian Vettel liegt nach seinem Sieg mit zehn Zählern schon auf der Lauer. Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey muss zwar sein Autokonzept völlig umkrempeln, doch für Red-Bull-Experte Gerhard Berger stellt das kein Problem dar. Berger, 2008 noch Chef des Schwesterteams Toro Rosso, prophezeit: „Newey ist ein Aerodynamikgenie und der Diffusor ist ein Aerodynamikteil. Ich traue Newey zu, dass er den besten Diffusor von allen entwickeln wird. Und dann steht der Red Bull noch besser da als jetzt schon.“ Button, dem die halbierte Punktzahl vom Abbruchrennen in Malaysia noch wehtun könnte, gibt sich aber kämpferisch: „Bahrain zählt schon immer zu meinen Lieblingsrennen. Dort gibt es einige flüssige Sektionen, die meinem Fahrstil entgegenkommen und es mir erlauben, den Wagen ans Limit zu bringen.“

Er kündigt an, voll auf Attacke zu gehen. Button: „Auf diesem Kurs kann man auch gut überholen. Besonders in Kurve eins. Die Leute bremsen dort überraschenderweise früh, so dass man an dieser Stelle einiges an Boden gutmachen kann, wenn man den Mut dazu hat.“ Und wer kann ihn stoppen?

Teamkollege Rubens Barrichello gilt noch als sein größter Konkurrent. Der Brasilianer will den 100. Grand-Prix-Sieg für sein Heimatland einfahren und so im emotionalen Brasilien Geschichte schreiben. Barrichello: „In Bahrain wird es wohl trocken bleiben. Das heißt, wir haben die besten Chancen, zu gewinnen.“ Während BrawnGP versucht, so viel wie möglich aus dem Diffusorvorteil zu machen, fragt sich der Rest: Aufholen oder aufgeben?

Für Michael Schumacher darf man Ferrari „nie abhaken“, doch aus dem WM-Rennen in der Formel 1 könnten neben der Scuderia auch andere Teams vorzeitig aussteigen. Die Frage, die laufende Saison nur zu Ende zu bringen, aber bereits voll für das nächste Jahr zu planen, sei eine, „die man sich zum richtigen Zeitpunkt stellen muss. Nicht nur wir, auch andere Teams in ähnlicher Lage.“ Aufschluss wird Barcelona (10. Mai) geben – wenn es Button vielleicht schon nass rein geht…

Ralf Bach

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