Tobias Drews

tz-Experten-Kolumne: Ausgangslage 55:45 für ­Arthur Abraham

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Spannung vor dem Kampf Abraham vs. Murray.

Spannung vor dem Kampf Abraham vs. Murray. Tobias Drews, Chef-Kommentator bei SAT.1 sieht in seiner tz-Experten-Kolumne Arthur Abraham leicht im Vorteil.

Der Kampf von Arthur Abraham gegen Martin Murray am Samstag (ab 22.15 Uhr live in SAT.1 und im Livestream auf ran.de) lässt uns alle auf einen richtig guten Boxabend hoffen. Ich war auch überrascht, dass sich Artur für eine freiwillige Titelverteidigung so einen ­starken Gegner ausgesucht hat. Er hatte seine letzte ­Aufgabe im Juli gegen Robert Stieglitz ordentlich erledigt, aber wegen seiner ­Kieferprobleme – der war ­angebrochen – hätte ich ­vermutet, dass er sich einen leichteren Kontrahenten ­auswählt.

Tobias Drews, Chef-Kommentator bei SAT.1

Murray hat seine beiden ­Niederlagen und das eine ­Unentschieden alle in WM-Kämpfen erlebt, ansonsten gab’s für ihn nur Siege. Er ist – wenn man das so sagen will – ein typisch englischer Boxer. Einer, der viel wegstecken kann, der aber auch arbeitet und nach vorne geht, weil er weiß, dass man dem Publikum etwas bieten muss. Und es werden viele ­britische Fans in Hannover sein, die ihn ­lautstark unterstützen werden. Für Arthur wird es darum gehen, hochkonzentriert zu bleiben. Er darf sich keine Kunstpausen erlauben.

Die Ausgangslage sehe ich bei 55:45 für ­Abraham, aber wir dürfen uns auf acht, neun intensive Runden einstellen und dann wird es wie immer eine Frage der Physis oder vereinfacht: Wer will es mehr, obwohl man schon so viele Schläge eingesteckt hat?

Ein Thema müssen wir auch noch ­ansprechen, und das ist die Tatsache, dass sich ­Arthurs Trainer Ulli Wegner vor einigen ­Wochen einen Achillessehnenriss zugezogen hat und deshalb nicht beim Training dabeisein konnte. Aber die beiden waren im ständigen Kontakt, und Ullis Co-Trainer Georg ­Bramowski ist so lange dabei und so erfahren – das wird in der Vorbereitung keine Rolle ­gespielt haben. Ulli wird ja am Samstag am Ring sein. Arthur wird also die gewohnte ­Stimme seines Trainers ­hören, die er aus so vielen Fights gewohnt ist.

Von Tobias Drews, Chef-Kommentator bei SAT.1

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