tz-Experten-Kolumne von Sigi Heinrich

"Das ist bei der Leichtathletik-WM drin für die Deutschen"

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Sigi Heinrich, Kommentator bei Eurosport.

München - In seiner tz-Experten-Kolumne schreibt Sigi Heinrich, Kommentator bei Eurosport, über die anstehende Leichtathletik-WM.

Update vom 21. August 2015: Die Leichtathletik-WM 2015 findet vom 22. bis 30. August in Peking statt. Wo Sie die Wettkämpfe live und im Stream verfolgen können, lesen Sie hier.

Vielleicht ist die 66 ja eine Glückszahl für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). So viele Athleten gewannen in Moskau bei der letzten WM vor zwei Jahren sieben Medaillen. Genauso viele werden es nach dem letzten Stand auch in Peking sein. Und sollten es wieder sieben Medaillen werden, wären wohl alle zufrieden und glücklich. Mit zweimal Edelmetall kann der DLV bei der WM im „Vogelnest“ in jedem Fall fest rechnen: Christina Schwanitz und ­David Storl sind im Kugelstoßen sichere Kandidaten. Der Speerwerfer Thomas Röhler

brachte sich kürzlich mit einem Wurf von fast 90 Meter in Position. Und die Damen in dieser Disziplin, die gleich zu viert an den Start gehen, sind ebenso aussichtsreich, zumal sich in dieser Saison auch international noch keine dominierende Werferin herauskristallisiert hat.

Stabhochspringer Raphael Holzdeppe kann das Unternehmen Titelverteidigung mit Schwung und Selbstvertrauen nach den letzten Meetings angehen. Das Fehlen von Robert Harting ist im Diskusring zwar nicht zu kompensieren, für eine Überraschung aber ist der jüngere Bruder Christoph allemal gut. Die Zehnkämpfer mit dem WM-Zweiten von Moskau, Michael Schrader, treten aussichtsreich an, auch Weitspringerin Sostene ­Moguenara kann bei optimalem Verlauf in Medaillennähe kommen. Betty Heidler ist im Hammerwurf mit Sicherheit eine Kandidatin.

Es sind viele Lichtblicke im deutschen Team zu erkennen, viele „Endkampfchancen“ wie die Funktionäre das gerne bezeichnen, sind möglich und so könnte auch der vierte Platz in der Nationenwertung von Moskau durchaus wieder realistisch werden. Auf der Bahn von Peking indes gibt es für Deutschlands Leichtathleten keine Chancen auf Medaillen. Für Verena Sailer oder Julian Reuss etwa wären im Sprint die Halbfinals schon perfekt. Die Hoffnungen, vor allem bei den Damen, liegen hier in der 4x100 Meter-Staffel.

Sigi Heinrich, Kommentator bei Eurosport

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