Fedra: „Ich habe Sorge!“

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Der EHC München (im Bild Austin Wycsik) interessiert Max Fedra noch immer.

Vorsicht, hier droht der Aufstieg! Der EHC München kann sich – wenn alles so weiterläuft – bald Gedanken über die DEL machen.

Und dann wird’s gefährlich… Davon ist jedenfalls Max Fedra (55) überzeugt. Der Manager der Augsburger Panther sagt der tz: „Ich habe Sorge, dass die Vergangenheit die Gegenwart schnell einholt und es wieder heißt: Pleiten, Pech und Pannen.“ Fedra weiß, wovon er da redet – er war früher Manager der München Barons. Die haben in der ersten Liga gespielt, die wurden Meister. Und die zogen am Ende weg aus München, weil es sich nicht gelohnt hat. Oder anders gesagt: weil es sich in Hamburg eher lohnt.

Spitzen-Eishockey in München: Der EHC macht gerade einen neuen Anlauf in diese Richtung. Im Zweitliga-Halbfinale gegen Ravensburg steht’s im Moment 1:1. Am Dienstag Abend um Acht steht in der Olympia-Eishalle Spiel drei auf dem Programm. Fedra sagt über die Serie: „Gegen Ravensburg wird sich der EHC durchsetzen können. Damit steht man im Finale.“ Sogar die Meisterschaft ist möglich – und damit auch der Aufstieg in die DEL. Der EHC plant nicht damit. Aber: Zumindest drüber nachdenken würden sie schon, wenn sie die Chance hätten. Fedra hält das für ein „schwieriges Thema“. Zwar seien Präsident Jürgen Bochanski und Manager Christian Winkler „zwei umsichtige Macher und Planer“ – aber das allein ist noch kein Garant für Erfolg. Ein großes Problem fürs Münchner Eishockey ist nach Fedras Ansicht der Fußball. Eine „Blödelsportart“, wie er sagt, bei der 22 Hanseln dem Ball hinterherliefen, 30 Meter neben das Tor schössen und am Ende der Saison vielleicht einer nackert oder auch nicht über den Marienplatz stürme.

Fakt ist jedenfalls: Der Fußball zieht viele Fans an – Fans, die dem Eishockey dann fehlen… Das spürt man vor allem, wenn der Erfolg ausbleibt. Fedra: „Wenn du in einer ohnehin engen Liga wie der DEL nicht zu den Gewinner-Teams gehörst, bist du schnell uninteressant.“ Dazu kommt dann noch die Spielstätte. Der „Betonbunker“, wie Fedra die Olympia-Eishalle nennt, der hohe Kosten für Events verursache und besonders im VIP-Bereich auf dem Stand von 1970 sei. Es gibt viel Arbeit. So oder so.

Matthias Würfl

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