US-Dopingagentur klagt Armstrong an

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Lance Armstrong

Los Angeles - Lance Armstrong muss wieder zittern: Die US-Anti-Doping-Agentur USADA hat den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger formal des Dopings angeklagt. Armstrong wurde umgehend für alle Wettkämpfe gesperrt.

Die Sperre gilt auch für die Triathlon-Wettbewerbe, an denen der 40-Jährige seit dem Ende seiner Radsport-Laufbahn im vergangenen Jahr teilnimmt. Bei einer Verurteilung droht dem Amerikaner neben einer lebenslangen Sperre auch die Aberkennung seiner Titel.

In einem 15 Seiten umfassenden Dokument wirft die Agentur Armstrong langjährige Doping-Manipulation vor. So seien Blutproben des Texaners aus den Jahren 2009 und 2010 „übereinstimmend mit Proben, an denen Blutmanipulationen, einschließlich EPO-Missbrauch und/oder Bluttransfusionen vorgenommen wurden“.

Neben Armstrong erhielten fünf weitere Personen aus dem Umfeld von Armstrongs ehemaligen Team US-Postal ein identisches Schreiben, darunter offenbar auch Teammanager Johann Bruyneel. Der Ziehvater Armstrongs gehört heute zur Führungsriege des Teams RadioShack. Sie werden beschuldigt, in der Zeit von 1998 bis 2011 an einer regelrechten Doping-Verschwörung beteiligt gewesen zu sein. So wird Armstrong der Handel und die Anweisung zum Gebrauch von Doping zur Last gelegt.

Die USADA führt seit längerem eigene Untersuchungen gegen Armstrong durch. Im Februar hatte die US-Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen ohne Angaben von Gründen eingestellt, damit musste der gebürtige Texaner keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten.

Armstrong bestätigte die Anklage der USADA, wies die Vorwürfe aber entschieden zurück. „Ich habe nie gedopt und war im Gegensatz zu vielen meiner Ankläger 25 Jahre als Ausdauer-Athlet aktiv, ohne das meine Leistung plötzlich angestiegen ist, sagte Armstrong. Er sei mehr als 500-mal auf Doping hin kontrolliert worden und habe alle Tests bestanden.

sid

Doping: Die merkwürdigsten Ausreden

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