Vertraute rätseln über die Hintergründe

Drama in den USA: Ex-Football-Star erschießt fünf Menschen und sich selbst

Die USA rätseln über die furchtbare Tat eines Ex-NFL-Stars. Warum erschoss Phillip Adams fünf Menschen und anschließend sich selbst?

Columbia - Tragödie in den USA: Der ehemalige Football-Spieler Phillip Adams hat fünf Menschen und danach sich selbst getötet. Er spielte zwischen 2010 und 2015 unter anderem für die New England Patriots und die San Francisco 49ers.

Adams war 32 Jahre alt. Das Motiv der Bluttat ist völlig unklar - die Behörden ermitteln, stehen aber vor einem Rätsel. Der Ex-Profi war am Mittwoch in das Haus des bekannten Arztes Robert Lesslie eingedrungen und erschoss ihn, seine Frau, deren Enkelkinder und einen Handwerker, der gerade für die Lesslies arbeitete. Ein weiterer Mann wurde angeschossen und kämpft um sein Leben.

Ex-NFL-Profi tötet fünf Menschen und sich selbst - „Wir wissen nicht, warum“

In der Folge verbarrikadierte sich Adams in dem Haus seiner Eltern, das umgehend von der Polizei umstellt war. Dort beging er dann Suizid. „Wir wissen nicht, warum er das getan hat“, sagte der zuständige Sheriff Kevin Tolson. Adams‘ Vater Alonzo vermutet, dass der Football seinem Sohn nicht gut getan habe.

„Er war ein gutes Kind. Ich glaube, der Football hat ihn fertig gemacht“, vermutet er. In seiner aktiven Karriere erlitt Phillip Adams mehrere Verletzungen, darunter Gehirnerschütterungen. Das Drama weckt Erinnerungen an den Fall Aaron Hernandez, der 2015 nach seiner Football-Karriere des Mordes schuldig gesprochen wurde.

Nach diversen Schusswaffenangriffen: US-Präsident Joe Biden will Waffengesetz reformieren

Der NFL-Agent Scott Casterline, ein Vertrauter des Mörders, ist geschockt: „Phillip war ein Einzelgänger. Er war ein guter Mensch, ich habe ihn geliebt wie einen Bruder. So etwas sieht ihm überhaupt nicht ähnlich“ sagte er dem Herald. Alkohol oder andere Drogen hatte der Täter nicht konsumiert.

Phillip Adams verübte einen Sechsfach-Mord.

Der Vorfall brachte die Diskussion über Waffengewalt in den Staaten erneut bis ins Oval Office - Präsident Joe Biden* kündigte eine Reform des Waffengesetzes an. „Waffengewalt ist in diesem Land eine Seuche. Wir haben es nun wieder gesehen“, sagte er in einer Rede.

So sollen striktere Regeln für sogenannte Geisterwaffen erlassen werden, die von Nutzern selbst zusammengebaut werden können und keine Seriennummern haben. In den vergangenen Wochen hatte es bereits in den US-Bundesstaaten Kalifornien, Colorado und Georgia eine Reihe besonders schwerer Schusswaffenangriffe mit jeweils mehreren Toten gegeben.

Hinweis der Redaktion:
Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

(epp/AFP) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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