Achter Tag bei Leichtathletik-WM

Bolt führt Staffel zu Gold, Weltrekord durch Eaton

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Goldenes Quartett: Jamaikas 4x100-Meter-Staffel ist in Jamaika nicht zu schlagen.

Peking - Usain Bolt gewinnt mit der 4x100-Meter-Staffel sein drittes Gold bei dieser Leichtathletik-WM. Aus deutscher Sicht jubelt Zehnkämpfer Rico Freimuth, doch ein Konkurrent ist unschlagbar.

Zehnkämpfer Rico Freimuth rettete mit letzter Kraft seine Bronzemedaille ins Ziel. Beim Weltrekord des überragenden Olympiasiegers Ashton Eaton (9045/USA) gehörte auch der 27-Jährige aus Halle/Saale zu den Gewinnern. Am vorletzten Tag der Leichtathletik-WM in Peking holte Freimuth die siebte deutsche Medaille - und Superstar Usain Bolt mit der Staffel sein drittes Gold.

Für Diskus-Werfer Christoph Harting (Berlin) erfüllten sich die Hoffnungen auf Edelmetall aber nicht. Mit 63,94 Metern kam er auf Platz acht. Nachfolger seines Bruders und Olympiasiegers Robert Harting wurde der Pole Piotr Malachowski (67,40). Das britische Lauf-Idol Mo Farah holte sich über 5000 m als erster Läufer zum dritten Mal in Folge Gold. Nach dem Sieg über 10.000 m war es sein zweiter Titel in Peking.

Roleder läuft sensationell zu Silber

Freimuth erzielte nach einem harten 1500-m-Lauf zum Abschluss der beiden anstrengenden Zehnkampf-Tage mit 8561 Punkten eine persönliche Bestleistung - und feierte völlig entkräftet die erste Medaille bei einem großen Wettbewerb in seiner Karriere. Auch seine Teamkollegen Kai Kazmirek (Rhein-Wied/8448)und Michael Schrader (Dreieich/8418) zeigten auf Platz sechs und sieben gute Leistungen. 

Freimuth: "Lebenstraum erfüllt"

„Harte Arbeit zahlt sich aus. Ich habe die Chance bekommen und sie genutzt. Ich habe mir einen Lebenstraum erfüllt“, sagte Freimuth in der ARD.

Eaton untermauerte dagegen seine Ausnahmestellung unter den „Königen der Athleten“. Der 27-Jährige schraubte seinen eigenen Weltrekord aus dem Jahr 2012 um sechs Punkte nach oben und kassiert für diese Leistung vom Weltverband IAAF eine Prämie in Höhe von 100. 000 US-Dollar. Und er lobte auch seine deutschen Konkurrenten: „Ich liebe die deutschen Jungs. Sie haben den größten Kampfgeist. Ich lerne von ihnen.“

Bolt macht Double perfekt

Wieder einmal als Sieger kam Bolt über die Ziellinie. Als Schlussläufer der jamaikanischen 4x100-m-Staffel rannte der 29-Jährige zu seinem elften WM-Titel. Dabei war der Rekord-Weltmeister aber auf ein Missgeschick der US-Staffel angewiesen. Das Quartett um Justin Gatlin hatte bis zum letzten Wechsel geführt, nach einer völlig verpatzten Stab-Übergabe wurden sie aber auf Platz zwei liegend disqualifiziert. 

Deutsche Staffel verpasst Medaille knapp

Hinter China (38,01) und Kanada (38,13) verpasste dadurch das deutsche Quartett mit dem deutschen Rekordler Julian Reus (Wattenscheid), Sven Knipphals (Wolfsburg), Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und Aleixo-Platini Menga (Leverkusen) in 38,15 Sekunden die erste deutsche WM-Medaille über diese Strecke nur knapp.

Speerwurf-Drama um Röhler

Beim Sieg Jamaikas über 4x100 m der Frauen überzeugte auch die deutsche Staffel. Das Team mit Rebekka Haase (LV Erzgebirge), Alexandra Burghardt (Mannheim), Gina Lückenkemper (Soest) und Verena Sailer (Mannheim) rannte in 42,64 Sekunden auf Platz fünf. Die deutsche Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch (Tübingen) ging trotz eines starken Auftritts und persönlicher Bestleistung ebenfalls leer aus. Beim Sieg der Russin Maria Kuschina (2,01) kam sie mit 1,99 m auf Platz sechs.

Über 50 km Gehen der Männer gab es gleich zwei Einträge in die Geschichtsbücher. Der Slowake Matej Toth holte in 3:40:32 Stunden das erste WM-Gold sein Landes überhaupt, der Spanier Jesus Angel Garcia ist mit seiner nun zwölften Teilnahme Rekordstarter bei Weltmeisterschaften. Der 45-Jährige kam auf Platz neun. Über 800 m siegte Europameisterin Marina Arsamassowa aus Weißrussland.

sid

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