Deutscher Fechter-Bund

Vorletzter Rang: Fechter kritisieren Potas-Analyse

Fechten
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Die deutschen Fechter kritisieren die schlechte Bewertung in der sogenannten Potenzialanalyse.

Der Deutsche Fechter-Bund hat die schlechte Bewertung in der sogenannten Potenzialanalyse (Potas) als nicht vergleichbar unter den Sportarten kritisiert, zugleich aber Schwachstellen im Verband eingeräumt.

Bonn - Er stelle die Vergleichbarkeit der verschiedenen Sportarten klar in Frage, erklärte DFB-Sportdirektor Sven Ressel in einer veröffentlichten Stellungnahme. „Ein sportartenübergreifendes Ranking ist insofern falsch, da die unterschiedlichen Voraussetzungen der einzelnen Verbände dies de facto nur sehr eingeschränkt zulassen“, sagte Ressel.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio hätten verletzungsbedingte Ausfälle den Gewinn einer erwarteten Medaille und damit ein besseres Abschneiden verhindert. „Durch ein sehr scharfes internationales Qualifikationssystem ohne Quotenplätze, dem wir unterworfen sind, ist jedoch ein direkter Vergleich mit Verbänden, wo eben dies nicht durchlaufen werden muss, im Ergebnis verzerrend“, kritisierte der Sportdirektor.

Zugleich räumte er aber Schwachstellen im Verband ein. Man wisse um sie und werde genau dort Veränderungen vornehmen, wo man einen unmittelbaren Einfluss habe. Bereits eingeleitete Maßnahmen und Projekte hätten keine unmittelbare Auswirkung erzielt, sondern würden erst in einigen Jahren ihre Wirksamkeit entfalten. „Hierfür benötigen wir engagiertes Arbeiten und vor allem Geduld und Zeit, um diesen Umbruch auch langfristig und nachhaltig gestalten zu können“, betonte Ressel.

Der DFB liegt in der am Vortag veröffentlichten Expertenbewertung durch Bundesinnenministerium (BMI) und Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nur auf dem vorletzten Rang unter 26 olympischen Sommersportarten. Die Analyse ist Grundlage für die Vergabe von Fördermitteln durch den Bund. dpa

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