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Wada: Ukrainische Anti-Doping-Agentur warnte Athleten

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Die ukrainische Anti-Doping-Agentur hat Athleten des Landes nach Erkenntnissen der Wada jahrelang vor bevorstehenden Tests gewarnt. © Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Die ukrainische Anti-Doping-Agentur (NADC) hat Athleten des Landes nach Erkenntnissen der Wada jahrelang vor bevorstehenden Tests gewarnt und Meldedaten gefälscht.

Montreal - Beweise dafür, dass die NADC bereits seit 2012 gegen den internationalen Standard für Testverfahren verstoßen hat, haben Ermittlungen im Rahmen der 2019 gestarteten „Operation Hercules“ ergeben. Das teilte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada mit.

Ukrainische Athleten und Trainer seien unmittelbar vor Dopingkontrollen angerufen und so gewarnt worden - dies ist ein gravierender Verstoß gegen die gültigen Testvorschriften. Nur in begründeten Ausnahmefällen dürften Dopingtests mit Ankündigung erfolgen - dies sei eine grundlegende Voraussetzung für ein effektives Testprogramm.

Die verbotenen Praktiken reichen laut Wada mindestens bis 2012 zurück. Es gebe zudem „überzeugende Beweise“ dafür, dass die NADC im Jahr 2021 wissentlich mindestens sechs Proben, die während eines Wettkampfs genommen wurden, als „außerhalb von Wettkämpfen“ (out of competition) gemeldet habe, was gegen den Welt-Anti-Doping-Code und das Test-Procedere ISTI verstoße. Durch derartige Fälschungen könnte ein positiver Test als negativ eingestuft werden - und ein Athlet möglichen Sanktionen entgehen. Einige Substanzen und Methoden seien nur bei Wettkämpfen verboten.

Mit möglichen Sanktionen gegen das NADC, die bis zu einem Komplettausschluss von internationalen Wettkämpfen reichen könnten, befasst sich nun ein Wada-Gremium. dpa

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