TV-Ausstieg bei der Tour: Es geht um sieben Millionen Euro

Was wird aus unseren Gebühren?

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Was wird aus den sieben Millionen Euro Gebührengeldern?

Nach dem Ausstieg von ARD und ZDF aus der Live-Berichterstattung von der Tour de France bleibt eine große Frage.

Was wird aus den 7 Millionen Euro Gebührengeldern für die TV-Rechte? „Wir stimmen uns jetzt mit dem ZDF über die weitere Vorgehensweise ab“, sagt ARD-Sprecher Peter Meyer. ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender sagte im NDR, dass es eine Ausstiegsklausel gibt. Jetzt sind die Juristen am Zug.

Die ASO, Veranstalter der Tour und zahlreicher anderer Profi-Rennen, hat kein Verständnis für den Ausstieg der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland. „Die ARD hat einen Anti-Doping-Kampf verlangt und empört sich, wenn gedopte Fahrer entlarvt werden“, so die ASO, die sich „seit einigen Jahren einen Kampf gegen Doping ohne Pardon“ attestierte.

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Ullrich kritisiert ARD und ZDF

Unterdessen geht der Streit zwischen dem Heidelberger Professor Werner Franke und Jan Ullrich weiter. Vor dem Hamburger Landesgericht erörterten die Richter gestern erneut die Frage, ob Jan Ullrich an den spanischen Dopingarzt Dr. Eufemiano Fuentes 35 000 Euro gezahlt haben soll. Ullrich wehrt sich dagegen und hat Franke wegen angeblicher Verleumdung verklagt. Das Gericht entschied gestern, dass die Fuentes-Aussage in Spanien für diesen Prozess wertlos sind, weil keine der Parteien anwesend war. Urteilsverkündung soll am 28. November sein.

Und dann ist noch die Frage zu klären, ob Ullrich tatsächlich – wie Lance Armstrong – wieder Profi-Rennen fahren will? „In Deutschland müsste sich für mein Comeback einiges verändern. Der Radsport wurde in ganz kurzer Zeit kaputt gemacht“, sagte der 34-Jährige, der unlängst an Benefiz-Rennen teilnahm. Dort wurde ein Schnitt von 42 km/h gefahren – ein solches Tempo schafft auch Ullrich nicht ohne Training.

Sein Ex-Trainer Peter Becker ist überzeugt: „Wenn Jan ein Comeback ernsthaft angehen würde, könnte er es noch einmal zu Spitzenleistungen bringen. Wenn alle nicht dopen, fährt er sowieso allen davon.“ Allerdings ist noch ein Verfahren gegen Ullrich beim Schweizer Radsportverband anhängig. Versucht Ullrich ein Comeback, wird wegen einer möglichen Sperre verhandelt…

mh

Quelle: tz

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