Olympia

Wasserspringerinnen Punzel und Wassen knapp an Bronze vorbei

Syncon-Duo
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Sprangen nur knapp an Bronze vorbei: Christina Wassen (l) und Tina Punzel.

Den deutschen Wasserspringern fehlt am Tag vor dem ersten Start von Fahnenträger Patrick Hausding nicht viel zur zweiten Medaille in Tokio. Tina Punzel und Christina Wassen hadern aber nur kurz.

Tokio - Vor seinem ersten Olympia-Start hätte Fahnenträger Patrick Hausding als Edelfan auf der Tribüne fast die nächste Medaille der deutschen Wasserspringer bejubeln können.

Beim Sieg zweier chinesischer Teenager am Dienstag fehlten Tina Punzel und Christina Wassen im Synchronspringen vom Turm auf Rang fünf nicht viel zum zweiten Edelmetall ihrer Mannschaft in Tokio. „Die Bronzemedaille hätte drin sein können. Aber ich denke, wir können trotzdem zufrieden sein“, sagte die 25-jährige Punzel, die zusammen mit Lena Hentschel im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett die erste deutsche Medaille dieser Spiele bejubelt hatte.

Knapp an Bronze vorbei

Zum erneuten Bronzegewinn fehlten Punzel und Wassen bei 292,86 Punkten nach fünf Sprüngen nur 6,84 Zähler. Der Sieg ging mit klarem Vorsprung und 363,78 Punkten an die jungen Chinesinnen Chen Yuxi (15) und Zhang Jiaqi (17). „So alt?“, scherzte Punzel.

Im Wasserspringen sind Erfolge sehr junger Sportlerinnen keine Ausnahme. China bleibt in dieser Disziplin bei Olympia unbesiegt. „Es ist Tradition, dass sie sehr junge Springer haben“, sagte Bundestrainer Lutz Buschkow, der mit seinem Duo „sehr zufrieden“ war. „Wenn man so dicht an einer Medaille vorbeischrammt, gibt es Freude und Skepsis, dann ärgert man sich die ersten fünf Minuten ein bisschen.“

Spannender als bei der Damen-Konkurrenz vom Dienstag dürfte der Goldkampf bei den Männern vom Drei-Meter-Brett am Mittwoch (8.00 Uhr) werden. Zusammen mit seinem Berliner Partner Lars Rüdiger zählt Rekordeuropameister Hausding zum Kreis der Kandidaten für Spitzenplätze. „Als Europameister und Zweite der Olympia-Qualifikation kämpfen wir klar um die Medaillen mit. Dafür haben wir hart genug trainiert“, sagte der 32-jährige Hausding vor seinen vierten und letzten Olympischen Spielen. 2016 in Rio wurde er in beiden Synchronsprung-Disziplinen Vierter.

Nach Silber im Synchronspringen vom Turm in Peking 2008 und Bronze im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett 2016 wären glanzvolle Abschiedsehren ganz nach dem Geschmack des bei der Eröffnungsfeier zusammen mit Beachvolleyballerin Laura Ludwig voranschreitenden Mannes. „Eine Medaille ist ein Traum. Wenn es klappt, will die natürlich jeder haben“, sagte er mit Blick auf die Aussichten in der Einzelkonkurrenz in der kommenden Woche. „Ich weiß aber auch um die Stärke und Dichte in der Welt. Auch mit persönlicher Bestpunktzahl kann man auch Vierter werden.“

In Rio war der Fahnenträger noch zusammen mit Stephan Feck am Start, erst seit wenigen Jahren springen Hausding und Rüdiger (25) zusammen. „Wir haben uns stark entwickelt“, sagte Hausding. dpa

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