Keine Änderungen in der operativen Führung

Weg frei für weitere Investoren? Türkgücü München ändert seine Rechtsform

Maximilian Kothny bleibt in der neuen Rechtsform weiterhin Geschäftsführer von Türkgücü München.
+
Maximilian Kothny bleibt in der neuen Rechtsform weiterhin Geschäftsführer von Türkgücü München.

Türkgücü München vollzieht einen Wechsel in seiner Rechtsform, um Professionalisierung und Nachhaltigkeit des Vereins voranzutreiben. Die Führung bleibt unverändert.

München - Dass Türkgücü München* infrastrukturell noch nicht ganz in der 3. Liga angekommen ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Die Jugendarbeit steckt noch in den Kinderschuhen und die Profi-Mannschaft muss nach wie vor auf einer Münchner Bezirkssportanlage trainieren. Um in diesen Bereichen aufholen zu können, wechselt der Verein nun seine Rechtsform.

Türkgücü München: Mehr Professionalisierung un Nachhaltigkeit durch neue Rechtsform

Aus der „Türkgücü München Fußball GmbH“ wird künftig die „Türkgücü München Fußball GmbH & Co. KgaA: „Mit dem Schritt der Umwandlung in die Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien beschreitet Türkgücü München weiter konsequent den bereits eingeschlagenen Weg der Professionalisierung“, lässt der Verein in einer Pressemitteilung verlauten. In Zukunft soll es „einfacher sein, weitere strategische Investoren an Türkgücü München zu binden“, da die Gesellschafteranteile in leichter handelbare Aktien umgewandelt werden.

Auch der Lokalrivale TSV 1860 München fungiert beispielsweise als GmbH & Co. KgaA, seitdem die Profi-Mannschaft sowie die U21 und U19 im Jahre 2002 aus dem Gesamtverein ausgegliedert worden sind. Inzwischen hält Investor Hasan Ismaik 60 Prozent der KgaA-Anteile, 49 Prozent davon sind stimmberechtigt. Türkgücü möchte durch die neuen Rechtsform nun die Abhängigkeit von eben solchen Investoren verringern und sich „auf eine breitere Finanzierungsbasis“ stellen.

Türkgücü München: Was wird aus Investor Hasan Kivran?

Bis dato gab es bei Türkgücü München nämlich, was das Geld angeht, lediglich einen starken Mann, Investor und Geschäftsführer Hasan Kivran. Geschäftsführer Max Kothny betonte schon zum Ende der vergangenen Saison, dass man von der „One-Man-Show, wie es medial gerne dargestellt wird“, wegkommen möchte. Welche Gefahren jene Abhängigkeit birgt, wurde letzten Winter deutlich, als Kivran urplötzlich seinen Rückzug bei Türkgücü ankündigte und der Verein schon händeringend nach neuen Partnern suchte, um die Lizenz-Auflagen erfüllen zu können. Kivran ruderte letztendlich doch zurück. Auch bei Trainerentlassungen ist Kivran oft federführend, wie zu Beginn des Jahres bei Alexander Schmidt.

Spannend zu beobachten wird sein, was der Wechsel in der Rechtsform am Ende des Tages bedeutet: ein Zeichen für Kivrans langfristigen Verbleib im Verein oder eine vorbeugende Maßnahme für ein womogliche endgültiges Aus? (Jonas Grundmann) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN-Media

Auch interessant

Kommentare