Tag zwei bei den All England Championships

Ohne Satzverlust weiter: Kerber und Alexander Zverev erreichen zweite Runde in Wimbledon

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Auftakthürde genommen: Alexander Zverev setzt sich in Wimbledon gegen James Duckworth durch.

Für Deutschlands Hoffnungsträger Angelique Kerber und Alexander Zverev ist das wichtigste Tennisturnier der Welt erfolgreich gestartet. Beide DTB-Stars gewinnen ihr Auftaktspiel.

Wimbledon - Alexander Zverev verschwand nach ein paar Siegerselfies mit den Fans eilig im kühlen Kabinentrakt, und auch Angelique Kerber zeigte nach ihrem lockeren Aufgalopp nur kurz die Siegerfaust. Die beiden größten deutschen Hoffnungsträger haben beim Grand-Slam-Klassiker in Wimbledon ihre Auftakthürden souverän gemeistert.

Während Kerber im Duell zweier Ex-Finalistinnen gegen die Russin Wera Swonarewa klar die Oberhand behielt, ließ Zverev dem australischen Außenseiter James Duckworth letztlich keine Chance. "Ich habe mich ein bisschen ins Match reingefühlt", sagte Zverev, nachdem er bei Traumwetter am Dienstag im erneut sehr sonnigen London nach nur eineinhalb Stunden mit 7:5, 6:2, 6:0 gesiegt hatte: "Man muss immer erst einmal in das Turnier finden. Insgesamt war es ein gutes Match von mir."

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Erstes Break erst im elften Aufschlagspiel

Nur zu Beginn der Partie hatte der Hamburger leichte Probleme mit seinem lediglich an Position 752 gesetzten Gegenüber gehabt. So dauerte es bis zum elften Spiel des Tages, ehe Zverev das erste Break schaffte. Auf sein gutes Service konnte sich der 21-Jährige aber bereits da verlassen. Ab dem zweiten Satz war es dann ein Klassenunterschied, vor allem weil Zverev 93 Prozent der Punkte mit seinem ersten Aufschlag gewann.

Auch Kerber hatte bei ihrem 7:5, 6:3-Erfolg gegen Swonarewa nur zu Beginn etwas Mühe gehabt. Nach einer 3:0-Führung im ersten Satz kassierte sie zwei Breaks und musste so letztlich etwas länger als nötig arbeiten. Im zweiten Durchgang stabilisierte die zweimalige Major-Siegerin jedoch ihr Service und erreichte so nach 1:23 Stunden die nächste Runde.

Durchgebissen: Angelique Kerber steht in Wimbledon in der zweiten Runde.

Nadal in weniger als zwei Stunden erfolgreich

Superstar Rafael Nadal startete mit einem lockeren Pflichtsieg ins Grand-Slam-Turnier. In seinem ersten Match nach dem elften Triumph bei den French Open Anfang Juni bezwang der Spanier den Israeli Dudi Sela in 1:50 Stunden 6:3, 6:3, 6:2. Nächster Gegner des 17-maligen Major-Siegers, der im Rasen-Mekka 2008 und 2010 gewonnen hatte, ist entweder Vasek Pospisil (Kanada) oder Michail Kukuschkin (Kasachstan).

Bereit für den Griff nach dem Pokal: Rafael Nadal marschiert in die zweite Runde.

Für Nadals French-Open-Finalgegner Dominic Thiem ist das Turnier dagegen bereits beendet. Der Österreicher musste in seinem Erstrundenmatch gegen Marcos Baghdatis (Zypern) beim Stand von 4:6, 5:7 und 0:2 aufgrund einer Verletzung im Nackenbereich vorzeitig aufgeben. Im Vorjahr hatte Thiem in Wimbledon noch das Achtelfinale erreicht.

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Mayer gewinnt bei Abschiedsvorstellung nur einen Satz

Für ein deutsches Männer-Quartett war das Turnier derweil nach der ersten Runde beendet. Routinier Florian Mayer scheiterte bei der letzten Teilnahme an seinem Lieblings-Grand-Slam durch ein 6:7 (3:7), 4:6, 6:4, 1:6 am Tschechen Jiri Vesely. Der 34-Jährige, der seine Karriere nach den US Open beenden wird, hatte in London 2004 und 2012 das Viertelfinale erreicht und damit die größten Major-Erfolge seiner Karriere verbucht.

Nur vier Tage nach dem Gewinn seines ersten ATP-Titels beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne erlitt Mischa Zverev einen etwas überraschenden Erstrunden-K.o. in Wimbledon. Der ältere Bruder von Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev verlor in einem Retro-Duell zweier Serve-and-Volley-Spezialisten gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert mit 4:6, 3:6, 4:6.

Maximilian Marterer unterlag bei seinem Wimbledon-Debüt gegen den an Nummer 27 gesetzten Bosnier Damir Dzumhur in nur 1:34 Stunden 3:6, 2:6, 4:6. Bei den French Open hatte der 22-Jährige zuletzt das Achtelfinale erreicht. Ebenfalls ohne Chance war der Münchner Peter Gojowczyk bei seiner 3:6, 4:6, 3:6-Niederlage gegen den argentinischen Weltranglistenvierten Juan Martin del Potro.

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sid

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