Bei der Vuelta Espana

Wird hier ein Doping-Rad entsorgt?

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Warum soll der Mitarbeiter das Rad wegbringen?

Cumbre del Sol - Derzeit tourt der Radzirkus durch Spanien. Bei der Vuelta a Espana hat es nun einen kuriosen Zwischenfall gegeben. In einem Video ist zu sehen, wie ein "gedoptes" Rad weggetragen wird.

Kuriose Szene bei der Spanienrundfahrt – wird hier ein Fahrrad mit eingebautem Motor weggetragen? Im Internet kursiert derzeit ein Fanvideo, das während der neunten Vuelta-Etappe von Torrevieja nach Cumbre del Sol entstanden sein soll. Kurz vor dem Ziel hält ein Begleitfahrzeug des Movistar-Teams plötzlich am Wegrand an. Chefmechaniker Tomás Amézaga steigt aus, legt einen einzelnen Sattel und einen reifenlosen Rahmen auf den Boden und ruft einem anderem Betreuer hektisch zu: „Versteck das! Dass das niemand sieht!“ Der Kollege schnappt sich das Material und trägt es zügig in die entgegengesetzte Richtung fort.

Seit die spanische Zeitung AS dieses Video veröffentlicht hat, entbrannten Diskussionen über mögliches E-Doping – im Rahmen oder im Sattel eingebauten Motoren. Movi­star verteidigte sich: Der Rahmen sei „kaputt“ gewesen, diese Peinlichkeit wollte man dem Hersteller, der deutschen Firma Canyon, ersparen, sagte Movistar-Sportdirektor José Luis Arrieta.

Für Kritiker klingt diese Erklärung ziemlich schwach. Vielleicht ist es kompletter Schwachsinn, ganz aus der Luft gegriffen ist es aber nicht, das bestätigte Radsport-Manager Jörg Werner auf tz-Nachfrage – ohne das Video gesehen zu haben: „So etwas kann vorkommen. Der Zuschauer sieht nur das kaputte Fahrrad und weiß nicht, wie es dazu kam. Diese Bild wollen die Teams und Hersteller verhindern“, so Werner.

mm

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