Olympische Spiele

Zehnkampf-Held Busemann: „Fest der Welt wird anders“

Frank Busemann
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Der ehemalige Zehnkämpfer Frank Busemann machte sich als TV-Experte einen Namen.

Einen Monat vor den Olympischen Spielen hält sich die Vorfreude beim früheren Weltklasse-Leichtathleten Frank Busemann in Grenzen.

Berlin - „Tokio ist mit so vielen Unwägbarkeiten verbunden, die Spiele, die wir gelebt, geliebt haben, die wird es nicht geben. Und das ist sehr schade, aber leider nicht zu ändern“, sagte der 46-Jährige in einem Interview der „Ruhr Nachrichten“.

Busemann hatte 1996 in Atlanta Olympia-Silber im Zehnkampf erobert - gut 100 Punkte hinter dem US-Amerikaner Dan O’Brien. Seit 25 Jahren warten die deutschen Asse nun schon auf olympisches Edelmetall in der Königsdisziplin der Leichtathletik.

„Das Miteinander wird leiden, das Fest der Welt wird anders“, meinte Busemann mit Blick auf die Sommerspiele, „aber gerade kam ja die Meldung rein, dass bis zu 10.000 Zuschauer im Stadion sein dürfen, das wäre großartig. Wir haben doch alle die Geisterspiele beim Fußball erlebt und sind jetzt schon irritiert und erfreut, wenn überhaupt Zuschauer da sind“, sagte der WM-Dritte von 1997, der sich nach seiner Karriere auch als TV-Experte einen Namen gemacht hat.

Die Sportler müssen „in der Lage sein, vieles auszublenden“, findet Busemann. „Sie müssen fokussiert sein, sie müssen ihren Sport machen, sie müssen den Wettkampf ihres Lebens machen. Egal, wie seltsam oder gar gespenstisch es sein wird.“ dpa

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