tz-Interview

Maria Höfl-Riesch im Playboy? Das sagt ihr Mann

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Maria Höfl-Riesch und ihr Mann Marcus Höfl.

München - Er ist der Mann von Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch und der Manager von Franz Beckenbauer: Marcus Höfl. Im tz-Interview spricht er über Familienplanung und mögliche Playboy-Fotos seiner Frau.

Herr Höfl, wie hat der Ehemann den Olympia-Lauf seiner Frau erlebt?

Marcus Höfl: Es war wahnsinnig aufregend. Wenn man nach dem ersten Durchgang weiß, dass die Chance für eine Medaille da ist, scheint die Zeit nicht zu vergehen. Aber zum Glück ist es ja gut ausgegangen.

Maria startet bei fünf Rennen. Wie oft sehen Sie beide sich eigentlich?

Höfl: Wir sehen uns täglich, Maria wohnt im Olympischen Dorf, ich in einem Hotel beim Deutschen Haus. Meistens treffen wir uns zum Mittagessen, das funktioniert ganz gut.

Marcus Höfl: "Bei Maria kenne ich jede Emotion und jede Reaktion"

Das klingt entspannt. Fußballer und ihre Frauen haben es bei großen Turnieren oft nicht so einfach.

Höfl: Bei uns ist das bisschen anderes. Klar, wir sind auch verheiratet, aber ich habe ja selbst viele berufliche Termine. Die letzten Tage war ich ständig mit Franz Beckenbauer unterwegs, wir haben IOC-Mitglieder getroffen, uns die Eröffnungsfeier, Rodeln, Biathlon und Skifahren angeschaut – ein straffes Programm.

Kennen Sie Maria und Franz gleich gut?

Höfl: Das kann man nicht vergleichen, das sind zwei komplett unterschiedliche Ebenen. Franz habe ich geholfen, die WM 2006 mitzuorganisieren. In den Jahren 2005 und 2006 waren wir hierfür 300 Tage im Jahr zusammen unterwegs, wir kennen uns also sehr gut.

Fast wie ein Ehepaar.

Höfl: Ja, aber mit gewissen Grenzen (schmunzelt). Bei Maria kenne ich jede Emotion und jede Reaktion, deswegen war ich auch ein bisschen überrascht. Nach den Trainingsergebnissen hatte ich das Gefühl, dass sie in der Abfahrt Probleme hat, vor dem Rennen war ich nicht so optimistisch.

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Beendet Maria Höfl-Riesch ihre Karriere? "Sie weiß es selbst noch nicht"

Wie beurteilen Sie Marias Reaktion? Es flossen kleine Tränen.

Höfl: Vor Sotschi war klar, die beiden Titel aus Vancouver nimmt ihr keiner mehr, aber es gibt nicht so viele Skifahrerinnen, die drei olympische Goldmedaillen gewonnen haben. Maria wusste um diese bedeutende Chance, und als sie realisiert hat, was ihr gelungen war, hat das viele Emotionen freigesetzt. Auch für mich war das ein ganz besonderer Moment. Wenn man mit ihr die ganze Vorzeit, das ganze Training, die Höhen und Tiefen erlebt weiß man erst, wie schwer es ist, so weit zu kommen.

Eine Frage an den Manager Marcus Höfl, wie wirkt sich dieser Sieg auf Marias Marktwert aus?

Höfl: Daran habe ich in diesem Moment in keinster Weise gedacht. Wenn Träume wahr werden, dann ist das erst mal nur Genuss.

Haben Sie aus Genuss auch schon in die Medaille gebissen?

Höfl: Nein, gebissen nicht, aber ich habe sie in der Hand gehalten, um sie zu wiegen. Ich glaube, sie ist etwas schwerer als die aus Vancouver.

Der Olympiasieg in Sotschi, war das Ihr letztes großes sportliches Ziel?

Höfl: Sagen wir so, es ist immer schön, wenn Pläne aufgehen. Im Anschluss an Vancouver haben wir uns gewisse Dinge vorgenommen: einen WM-Titel, den Sieg im Gesamtweltcup und noch mal eine olympische Medaille. Das alles ist eingetreten – ein sehr schönes Gefühl.

Eigentlich die perfekte Situation, um aufzuhören.

Höfl: Was ist schon die perfekte Situation?

Ich finde, es gibt keine bessere.

Höfl: Zuerst kommen noch vier Olympiarennen, dann bringen wir die Saison zu Ende – Maria hat ja gute Chancen auf den Gesamtweltcup –, und danach wird sie sich entscheiden. Ganz ehrlich, Maria weiß es im Moment selbst noch nicht.

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Nachwuchs ist bei Maria Höfl-Riesch offenbar momentan kein Thema

Ist Nachwuchs ein Thema?

Höfl (lacht): Im Deutschen Skiverband?

Bei Ihnen zu Hause natürlich.

Höfl: Irgendwo in der Nachbarschaft gibt es bestimmt jemand, der sich über Nachwuchs Gedanken macht. Aber egal, ob Maria weiterfährt oder nicht, Nachwuchs ist bei uns momentan kein Thema.

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Diese Woche erscheint Miriam Gössner im Playboy. Wäre das ein Thema für Maria?

Höfl: Es gab schon häufiger Anfragen. Grundsätzlich muss das jeder für sich entscheiden, aber bei Maria wird das nie ein Thema, nicht in diesem und auch nicht im nächsten Leben.

Interview: Mathias Müller

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