Nomen est omen

Das bedeuten die Namen unserer Olympia-Hoffnungen

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Natalie GEISENBERGER (Rodeln): Name fast nur im Voralpenland zu finden. Kommt aus dem oberdeutschen „Ziegenberger“. Vorfahren lebten also einem Berg, auf dem sich gerne Ziegen (Geißen) aufgehalten haben.
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Claudia PECHSTEIN (Eisschnelllauf): Wahrscheinlich führt der Name auf die Tätigkeit der Pechproduktion zurück.
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Felix LOCH (Rodeln): Ein Örtlichkeitsname, vor allem in Rheinland-Pfalz verbreitet. Sein Vorfahre wohnte vermutlich in einer Vertiefung, in einem Tal.
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Maria HÖFL-RIESCH (Ski Alpin): Im Süden des deutschen Sprachgebrauchs wurde ein kleiner Hof als „Höflein“ bezeichnet. Derjenige, der diesen bescheidenen Besitz bewirtschaftete, wurde Höfler genannt. Riesch ist die Kurz- und Koseform von Rüesch, abstammend von Rudolf. Darin ist verborgen das althochdeutsche „Hroth-Wolf“, was „Ruhm-Wolf“ bedeutet.
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Jenny WOLF (Eisschnelllauf): Der Name kann direkt auf das gefährliche Tier bezogen werden: Der Mensch als Wolf, ein gefährlicher Kämpfer. Möglicherweise auch eine Kurzform von Wolfgang, in dem auch der Tiername steckt.
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Isabella LABÖCK (Snowboard): Örtlichkeitsname aus dem bayerischen „Laub-bach“. Die Vorfahren wohnten an diesem Bach. Bezieht sich wahrscheinlich auf Labach, kleiner Ort bei Nußdorf über Rosenheim.
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Eric FRENZEL (Nordische Kombination): Koseform von Franz, abstammend von Franziskus, italienisch für „Franzose“.
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Andrea HENKEL (Biathlon): Doppelte Verkosung von Heinrich, Henrich: zunächst mit -k, dann mit -el.

Nomen est omen, der Name ist Programm. Davon ist jedenfalls Jürgen Udolph überzeugt. Er ist Deutschlands bekanntester Onomastiker und analysierte die Nachnamen einiger deutscher Olympia-Medaillenhoffnungen.

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