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Paulaner Cup: "Das ist pure Freude"

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Aufgepasst! Coach Michael Köllner kümmert sich beim Training für den Paulaner Cup um die Bewerber. © sampics

Der diesjährige Paulaner Cup geht in seine entscheidende Phase. Wer es ins Team schafft, das dann gegen die FCB-Stars antritt, wird von Michael Köllner trainiert. Hier erzählt der Coach über seine Arbeit mit den Bewerbern.

Beim Paulaner Cup, dem größten Fußball-Casting der Welt, wird die Paulaner Traumelf von Michael Köllner trainiert. Die tz hat mit ihm gesprochen:

Herr Köllner, ist Ihre Freude auf das Casting so groß wie beim ersten Mal?

Köllner: Ja, das ist jedes Mal spannend und interessant. Das Tollste ist es, zu sehen, mit welcher Begeisterung und Leidenschaft die Bewerber an die Sache rangehen. Letztlich sind es ja nur 25 Spieler, die sich ihren Lebenstraum erfüllen können. Das ist schon Wahnsinn, wie sehr sich die Leute dann freuen.

Sind die Bewerber noch locker drauf?

Köllner (lacht): Die sind aufgeregter als bei einem Bewerbungsgespräch für einen Job. Das hat mich bei den ersten Castings fasziniert, dass erwachsene Männer so nervös sind wie ein 10-jähriger Bub, der zum ersten Mal ein Probetraining absolviert.

Wie geht es den Spielern in der Kabine?

Köllner: Das ist eine Mischung aus tierischer Nervosität und purer Freude. Schließlich spielt man vor ausverkauftem Haus gegen die Profis des FC Bayern und trifft Größen des Weltfußballs wie Jupp Heynckes oder Pep Guardiola. Da durchleben die Spieler sämtliche Gefühlslagen, die man sich vorstellen kann.

"Alles muss fair ablaufen"

Sind Ihre Spieler denn voll motiviert oder vielleicht auch ein bisschen gehemmt? Zum Beispiel in Zweikämpfen… 

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© Paulaner

Köllner: Die Verletzungsgefahr ist ein großes Problem für den FC Bayern. Deshalb stellen wir jedes Jahr eine Mannschaft auf mit Spielern, die wissen, wann Schluss ist. Alles muss fair ablaufen, und das hat bisher auch drei Jahre super geklappt. Da achten wir in den Castings aber auch drauf und prüfen die soziale Komponente eines Bewerbers. Bislang haben wir immer richtig gelegen.

Und die FCB-Stars – sind die locker oder eher ernst drauf? 

Köllner: Sowohl als auch. Auf dem Weg zur Kabine reden und lachen sie auch mit unseren Spielern. Aber während des Spiels müssen sie natürlich Gas geben, um sich ihrem Trainer zu zeigen.

Nach der Partie sind Ihre Spieler die glücklichsten Menschen der Welt… 

Köllner: Ja, da merkt man: Die haben ihr Megaerlebnis hinter sich. Aber die realisieren erst ein paar Tage später, was sie da überhaupt erlebt haben.

Woran erinnern Sie sich besonders gern?

Köllner: Beim ersten Paulaner Cup haben wir in Burghausen gespielt. Da ist neben den Kabinen eine kleine Halle. Als ich da vorbeigegangen bin, habe ich gesehen, wie Thomas Müller alleine mit einem Tennisball jongliert und ihn in den Basketballkorb schießt. Das hat mich fasziniert, dass er bei allem Stargehabe wie ein kleines Kind in den Fußball versinkt, weil er diesen Sport einfach liebt. Das wird mir in Erinnerung bleiben.

INTERVIEW: SVEN WESTERSCHULZE

So lief der Paulaner Cup 2013

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