Bora-hansgrohe-Teammanager im Interview

Nach dem Sturz-Schock bei Buchmann: Teammanager spricht exklusiv über das Röntgenbild - so geht es dem Rad-Star

Emanuel Buchmann (M.) vom Team von Bora-hansgrohe ist nach einem Sturz auf der vierten Etappe aus der Dauphiné-Rundfahrt ausgestiegen.
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Emanuel Buchmann (M.) vom Team von Bora-hansgrohe ist nach einem Sturz auf der vierten Etappe aus der Dauphiné-Rundfahrt ausgestiegen.

Schock für die deutschen Radsport-Fans! Die große Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann ist schwer gestürzt. Sein Teammanager Ralph Denk spricht exklusiv über seinen Zustand.

  • Die große Tour-Hoffnung Emanuel Buchmann ist beim Critérium du Dauphiné schwer gestürzt. Auch bei der Lombardei-Rundfahrt kam es zu Stürzen.
  • Buchmanns Teammanager Ralph Denk spricht in der tz exklusiv über seinen Zustand.
  • Der Tour-Start soll nicht in Gefahr sein. Schlimmer sieht es bei Maximilian Schachmann aus.

Herr Denk, wie tief sitzt der Schock noch am Tag danach?

Denk: Wir sind natürlich erschrocken. Und es tut mir leid für das ganze Team, unsere Strategie – und für Lennard Kämna. Denn sein großer Sieg ist wegen der Unfälle untergegangen.

Wie schwer sind die Verletzungen bei Emanuel Buchmann und Gregor Mühlberger?

Denk: So wie es am Sonntag ausschaute, ist die Tour de France für beide nicht in Gefahr. Wir müssen halt abwarten, wann die beiden wieder ins Training einsteigen können.

Emanuel Buchmann: Röntgenbild deutet nicht auf Fraktur hin

Wie war die Nacht nach dem Sturz für Buchmann?

Denk: Ihm ging es soweit ganz gut. Das Röntgenbild, das wir aus Frankreich bekommen haben, ist wirklich gut: Da ist nichts darauf zu sehen, was auf eine Fraktur hindeutet. Aber wir lassen natürlich noch eine zweite Untersuchung machen.

Für Maximilian Schachmann bedeutet der Schlüsselbeinbruch aber wohl das Tour-Aus?

Denk über Schachmann: „Tour in großer Gefahr“

Denk: Wir wollen noch nicht so weit denken. Das Schlüsselbein steht relativ gut. Es ist nicht notwendig, es in einer Nacht- und Nebelaktion zu operieren. Wir schauen jetzt einfach mal die nächsten zwei Tage, wie er mit der Verletzung klarkommt. Wir versuchen da von Tag zu Tag zu denken – aber es ist schon richtig: Die Tour ist in großer Gefahr.

Wie bewerten Sie Lennard Kämnas Leistung?

Denk: Er ist toll gefahren und hat gezeigt, dass er in den Bergen einer der Besten der Welt ist. Im vergangenen Jahr hat sich Lennard in seinem früheren Team nicht so entfalten können. Bei uns jedenfalls fühlt er sich pudelwohl. Ich hätte ihm gewünscht, dass er den bisher größten Sieg seiner Karriere nicht an einem Tag einfährt, der für das Team insgesamt eben auch traurig war. - Interview: Armin Gibis

Lennard Kämna soll Emanuel Buchmann bei der Tour de France auf das Podium verhelfen. Im Interview spricht er über den Sturz des Kapitäns und seine persönlichen Aussichten.

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