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Jan Ullrich nach Krankenhaus-Aufenthalt in Mexiko: „Bin dem Tod mal wieder entronnen“

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Von: Tim Althoff

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Jan Ullrich äußert sich nach seinem neuesten Krankenhaus-Aufenthalt.
Jan Ullrich äußert sich nach seinem neuesten Krankenhaus-Aufenthalt. © imago sportfotodienst

Kurz vor Weihnachten musste Jan Ullrich erneut ins Krankenhaus. In einem Interview gab der ehemalige Radsport-Star nun Entwarnung.

München - Wenn es um Jan Ullrich* geht, schreckten alte Radsport-Fans zuletzt reflexartig auf. Nachdem er in den vergangenen Jahren durch Alkohol- und Drogen-Eskapaden auf sich aufmerksam machte, kehrte in den vergangenen Monate wieder mehr Ruhe in das Leben der ehemaligen Sport-Ikone ein. Erst kurz vor Weihnachten gab es wieder schlechte Nachrichten: Im Zuge eines Trips mit Freunden nach Kuba landete Ullrich in einem Krankenhaus in Mexiko*.

Schnell gingen wieder Spekulationen durch die Medien, der 48-Jährige hätte einen Rückfall erlitten und müsse sich wieder in den Entzug begeben. Der gebürtige Rostocker hat nun jedoch Entwarnung gegeben und der Bild den wahren Grund für seinen Aufenthalt in der Klinik verraten.

Jan Ullrich: Drogen-Test war negativ

„Ich hatte eine Thrombose und eine sehr schwere Blutvergiftung. Ich bin dem Tod mal wieder entronnen“, erzählt er und gibt im gleichen Atemzug Entwarnung, was sein Konsum-Verhalten angeht. „Ich habe zu Beginn der Behandlung einen Drogen-Test gemacht – und der war natürlich negativ“. Einen Rückfall hat er demnach also nicht erlitten und befindet sich weiterhin auf dem Weg der Rehabilitierung.

Dabei spielte in den letzten Jahren auch Lance Armstrong* eine große Rolle. Der ehemals größte Konkurrent Ullrichs hat den Tour-Sieger von 1997 immer wieder besucht und ihm Rückendeckung gegeben. Auch in Mexiko sei er wieder für seinen deutschen Kumpel da gewesen. „Er war als Erster bei mir in Mexiko, hat mir sehr geholfen. Ich danke ihm sehr, wie auch dem Rest meines Teams“, so Ullrich.

Jan Ullrich: Rückenprobleme und Versöhnung mit der Freundin

Bis Anfang Januar muss er noch in Behandlung bleiben, auch der Rücken bereite ihm große Probleme. „Drei oder vier Bandscheiben sind mittlerweile komplett abgerubbelt“, berichtet er. „Früher war ich 1,83 Meter groß – jetzt sind es nur 1,81....“.

So schockierend der neueste Besuch im Krankenhaus war, es gibt auch gute Nachrichten aus dem Lager Ullrichs. So soll er sich wieder mit seiner kubanischen Freundin Elizabeth Napoles vertragen haben. Bleibt zu hoffen, dass es in den kommenden Monaten und Jahren bei positiven Meldungen rund um den einstigen deutschen Sport-Helden bleibt. Seine alten Fans werden es ihm jedenfalls wünschen. (ta) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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