22 Wettbewerbe sind geplant

Olympia 2021: Radsport bei den Olympischen Spielen in Tokio – Zeitplan, Disziplinen, Favoriten

Bahnrad-WM in Polen
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Die Bahnradsportler Timo Bichler und Stefan Botticher aus Deutschland in Aktion

Bereits am Tag nach der Eröffnungsfeier findet der erste Wettbewerb im Radsport bei Olympia 2021 statt. Die Strecken sind mit einer Länge von teilweise mehr als 200 Kilometern beachtlich.

Tokio – Die Disziplin, die in puncto Ausdauer auch bei Olympia 2021 alles von den Teilnehmern abverlangt: Radsportler, sowohl Männer als auch Frauen, stellen sich Strecken mit fast 5.000 Höhenmetern.

Olympia 2021: Radsport als olympische Disziplin

Radsport gehört zu den olympischen Disziplinen, die ausschließlich bei den Sommerspielen ausgetragen werden. Radfahren ist seit den ersten Olympischen Spielen im Jahr 1896 fester Bestandteil des Programms, doch bis 1992 war die Teilnahme an dieser Disziplin ausschließlich Amateuren erlaubt. Erst seit 1996 dürfen auch Profis im Radsport an den Olympischen Spielen teilnehmen.

Unterschieden werden die Radsportarten in vier Wettbewerben, einer davon ist das klassische Straßenrennen. Bei den ersten Olympischen Spielen im Jahr 1896 wurde das Straßenrennen, das auch der erste olympische Radsport-Wettbewerb war, auf einer Marathonlaufstrecke ausgetragen. Im Laufe der folgenden Turniere wurden einige Änderungen im Straßenformat vorgenommen: 1912 mussten die Radfahrer noch eine Distanz von mehr als 300 Kilometern zurücklegen, doch die Strecke wurde schon ab 1916 auf etwas mehr als 200 Kilometer reduziert. Außerdem gab es von 1912 bis 1956 eine Teamwertung. Dieses Format wurde 1960 durch den Straßenvierer ersetzt, ein Mannschaftszeitfahren zu viert von etwas mehr als 100 Kilometern.

Neben dem klassischen Straßenrennen finden zudem Wettbewerbe im Bahnradsport, Mountainbike und BMX statt.

Olympia 2021: Turniermodus und Zeitplan im Radsport

Bei der Olympia 2021 finden 22 Wettbewerbe in allen Radsportarten statt. Die Strecken der Männer betragen 234 Kilometer (Straßenrennen) und 44,2 Kilometer (Einzelfahren). Die Strecken der Frauen sind mit 137 Kilometern (Straßenrennen) und 22,1 Kilometern (Einzelfahren) kürzer. Im Straßenrennen handelt es sich um klassische Einzelfahrten und Rennen zwischen den Teilnehmern. Im Bahnradsport gibt es die Wettbewerbe Sprint, Mannschaftsverfolgung, Keirin und Omnium.

Nach zwölf Jahren wird bei Olympia 2021 wieder das Zweier-Mannschaftsfahren im Bahnradsport ausgetragen, besser bekannt als „Madisonwettbewerb“. Die Regeln sehen vor, dass zwei Teilnehmer ein Team bilden und sich gegenseitig als Fahrer ablösen. Beide Radfahrer sind auf der Bahn, doch nur der abgelöste wird bewertet. Ziel ist es, so viele Runden wie möglich zu fahren.

Erst seit 2008 finden bei den Olympischen Spielen auch Wettbewerbe im BMX-Fahren statt, erstmals wird es bei Olympia 2001 den Wettbewerb „Freestyle“ geben. Die BMX-Wettbewerbe werden im Ariake Urban Sports Park, die Wettkämpfe im Bahnradsport und Straßenrennen in Izu ausgetragen.

Olympia 2021: Qualifikation, deutsche Teilnehmer und Favoriten im Radsport

Die Qualifikation der Radsportler erfolgte über interkontinentale Meisterschaften und nationale Punktewertungen. Japan bekommt als Gastgeber Plätze für die jeweiligen Wettbewerbe zugesprochen. Für Deutschland nehmen insgesamt 17 Radsportler am Kampf um die Goldmedaillen teil. Nachfolgend die Liste der deutschen Radsportler:

  • Timo Bichler (Bahnradsport)
  • Franziska Brauße (Bahnradsport)
  • Stefan Bötticher (Bahnradsport)
  • Maximilian Dörnbach (Bahnradsport)
  • Lea-Sophie Friedrich (Bahnradsport)
  • Pauline Grabosch (Bahnradsport)
  • Felix Groß (Bahnradsport)
  • Emma Hinze (Bahnradsport)
  • Roger Kluge (Bahnradsport)
  • Lisa Klein (Bahnradsport)
  • Mieke Kröger (Bahnradsport)
  • Maximilian Levy (Straßenrennen)
  • Marco Mathis (Bahnradsport)
  • Theo Reinhardt (Bahnradsport)
  • Leon Rohde (Bahnradsport)
  • Gudrun Stock (Bahnradsport)
  • Domenic Weinstein (Bahnradsport)

Bei den Wettkämpfen im Mountainbike-Fahren und BMX sind keine deutschen Teilnehmer vertreten.

Hinsichtlich der Erfolgshistorie stehen die Chancen für Deutschland gut. Mit insgesamt 51 Medaillen (15 x Gold, 18 x Silber und 18 x Bronze) schafft es Deutschland gemeinsam mit Australien auf Platz sechs der ewigen Rangliste. Mit Abstand auf Platz eins stehen die Franzosen – die Nation gewann insgesamt 91 Medaillen, davon waren 41 Gold. Auf Platz zwei steht Italien mit insgesamt 59 Medaillen (33 x Gold).

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