Kopfsteinpflasterrennen fordert Tribut

Triumph mit Blut bezahlt: Fotos von Radsportlerin gehen viral - ihre Hände sehen schlimm aus

Der Fahrradlenker von Siegerin Lizzie Deignan war nach der Erstausgabe des Frauenrennens Paris-Roubaix voller Blut.
+
Der Fahrradlenker von Siegerin Lizzie Deignan war nach der Erstausgabe des Frauenrennens Paris-Roubaix voller Blut.

Auf Kopfsteinpflaster Radfahren ist für viele Laien kein großer Spaß. Im Rennen Paris-Roubaix hat der spezielle Belag Tradition. Eine Britin bezahlte ihren Triumph mit Blut.

Roubaix/München - Sie hat sich in die Geschichtsbücher des Sports geschrieben - und das mit ihrem eigenen Blut bezahlt. Lizzie Deignan aus Großbritannien hat die Premierenausgabe des französischen Frauen-Radrennens Paris-Roubaix gewonnen. Ein Foto, das den blutigen Lenker nach dem Triumph am Samstag (2. Oktober 2021) zeigte, ging viral.

„Wie brutal ist Paris-Roubaix? - So brutal“

Die Männer-Ausgabe des Klassikers besteht bereits 125 Jahre, und noch nie konnte ein Brite dabei den Sieg erstreiten. Deignan schaffte dies auf Anhieb. Ihr wurde von der britischen Presse umgehend der Titel „Queen of the Cobbles“ (Königin der Kopfsteinpflaster) verpasst. Das Eintagesrennen ist für diese Art tückischen Untergrund bekannt. Die zweimalige Weltmeisterin meisterte sie mit Bravour.

Nach zwei Stunden, 56 Minuten und sieben Sekunden war Deignan schließlich am Ziel. Die harte Arbeit hinterließ Spuren, wie auf zwei Fotos zu sehen war, die ihr Team Trek-Segafredo und die Sportjournalistin Laura Meseguer nach dem Rennen teilten. Darauf zu sehen sind die Lenkergriffe des Fahrrads, Bügel genannt, sowie Deignans Hand-Innenflächen. Auf dem Lenker klebt Blut, die Hände sind mit Wunden und Blasen versehen. How brutal is #ParisRoubaixFemmes? This brutal“, schrieb der Rennstall dazu, was übersetzt heißt: „Wie brutal ist das Frauenrennen Paris-Roubais? So brutal.“ Auf Twitter erhielt das Lenker-Foto über 5000 Likes (Stand 4. Oktober).

Britin gewinnt erste Frauenausgabe von Paris-Roubaix: „Fühle mich unglaublich stolz“

Deignan war‘s egal, sie war überglücklich mit ihrem Erfolg. „Ich fühle mich so unglaublich stolz - Frauen-Radfahren steht an einem Wendepunkt und heute ist ein Teil der Geschichte“, sagte sie.

Als nächstes nimmt Deignan die Women‘s Tour in Großbritannien in Angriff, wo sie ihren Titel von 2019 verteidigen will. Auch das wird vermutlich nicht ohne Schmerzen und ein wenig Blut zu schaffen sein. (cg)

Er wurde nur 31 Jahre alt: Ex-NASCAR-Fahrer John Wes Townley ist an Schussverletzungen gestorben. Es gibt einen Verdächtigen.

Auch interessant

Kommentare