Chloe Dygert fliegt aus Kurve

Furchtbarer Sturz überschattet Straßenrad-WM

Bei der Straßenrad-WM in Imola fliegt Chloe Dygert aus einer Kurve und verletzt sich schwer. Sie wird sofort operiert.

  • Bei der Straßenrad-WM in Imola hat sich ein schwerer Sturz ereignet.
  • Chloe Dygert schlitzte sich dabei das Knie auf.
  • Die Radsportlerin wurde sofort von Rettungskräften behandelt.

Imola - Dass es im Radsport zu Stürzen kommt, ist manchmal unvermeidlich. Es gibt einfach viele Faktoren, die Einfluss haben: Kontakt mit anderen Athleten, Geschwindigkeit und Fahrbahnbeschaffenheit, um nur einige zu nennen. Manchmal führt aber auch törichtes Verhalten zu folgenschweren Stürzen. So gesehen zum Beginn der diesjährigen Tour de France.

Ein Fan hatte sich bei der Frankreich-Rundfahrt zu weit über die Absperrung gebeugt, um mit dem Smartphone ein Foto zu schießen. Domenico Pozzovivo war gegen das Handy geknallt und gestürzt. In den meisten Fällen verlaufen Stürze glimpflich, manchmal allerdings auch verheerend. Das musste jetzt Chloé Dygert erfahren.

Chloe Dygert heftig gestürzt: Radprofi erleidet tiefe Risswunde am Knie

Die Radfahrerin stürzte am Donnerstag bei der Straßenrad-WM in Imola so schwer, dass sie das Rennen vorzeitig beenden musste. Die 23-Jährige erlitt im Einzelzeitfahren eine tiefe Risswunde am linken Bein. Dygert, die als Titelverteidigerin und große Favoritin ins Rennen ging, war in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und über eine Leitplanke gestürzt. Sie flog dabei so unglücklich, dass das Knie vom Blech aufgeschlitzt wurde.

Sofort eilten Rettungskräfte zur US-Amerikanerin und versorgten sie noch an der Unfallstelle. Dygert wurde ins Krankenhaus nach Bologna transportiert und in der Nacht zum Freitag operiert. „Sie ruht sich nun aus und wir denken, dass sie vollständig regeneriert“, teilte der US-Radsportverband nach dem Eingriff mit.

Schwerer Sturz im Radsport: Trainerin von Chloe Dygert jedoch optimistisch

Das Zeitfahren gewann schließlich Anna van der Breggen. Zum Feiern war der Niederländerin jedoch nicht zumute. „Das Schlimmste, was passieren kann, ist so ein Sturz. Es tut mir sehr leid für sie, so etwas ist wirklich schlimm“, sagte sie über ihre Kontrahentin. Auch wenn der Sturz auf den ersten Blick verheerend war, so hatte Dygert doch Glück im Unglück.

Ihre Trainerin ist optimistisch. „Sie hatte in der Vergangenheit Unfälle und ist stärker zurückgekehrt. Ich habe keinen Zweifel, dass es wieder so sein wird“, sagte Kristin Armstrong. Alles andere als glimpflich endete ein Sturz 2019 bei der Polen-Rundfahrt. Damals war der erst 22 Jahre alte Radprofi Bjorg Lamprecht so schwer gestürzt, dass er gestorben war. (mt)

Der Deutsche Presserat hat tz.de eine öffentliche Rüge für diesen Artikel ausgesprochen. Wir haben diesen inzwischen angepasst.

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