Podest-Traum des Ravensburgers geplatzt

Ziele der deutschen Tour-de-France-Hoffnung Buchmann vom Tisch - „Macht keinen Sinn“

Konnte seinen Konkurrenten in der Pyrenäen nicht folgen: Emanuel Buchmann. Foto: David Stockman/BELGA/dpa
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Konnte seinen Konkurrenten in der Pyrenäen nicht folgen: Emanuel Buchmann. Foto: David Stockman/BELGA/dpa

Gerne hätte Emanuel Buchmann eine führende Rolle bei der diesjährigen Tour de France eingenommen, doch ihm fehlt die Power, die er vor seinem Sturz hatte. Seine Ziele musste er nun begraben.

  • Bei der Tour de France galt Emanuel Buchmann als der beste deutsche Fahrer.
  • Der 27-Jährige musste seine Ziele für die Rundfahrt nach zuletzt erfolglosen Etappen neu definieren.
  • Trotz eines Sturzes kurz vor Beginn der Tour de France trat er an.

La Rochelle - Er war als der deutsche Hoffnungsträger bei der diesjährigen Tour de France angetreten, nun muss Emanuel Buchmann nach zuletzt enttäuschenden Etappen in den Pyrenäen seine Ziele neu definieren. Die ursprünglichen Pläne des Teamkapitäns von Bora-hansgrohe sind vom Tisch.

Tour de France: Buchmann denkt nicht mehr an großen Erfolg - „kein Thema mehr“

„Die Gesamtwertung ist kein Thema mehr, das macht keinen Sinn“, meinte der 27-Jährige Ravensburger am Montag. „Jetzt versuche ich, auf Etappensiege zu gehen - aber in der Form vom Wochenende wird auch das sehr schwierig“, so Buchmann. Seinen Traum von einer Podest-Platzierung bei der legendären Frankreich-Rundfahrt wird der Vorjahres-Vierte wohl nicht in diesem Jahr leben.

Der Top-Rundfahrer gab sich nach seinem mäßigen Auftritt abgeklärt und sprach pragmatisch über die realistischen Ziele nach den ersten neun Etappen der Tour. „Bei einer Tour steigt man ungern aus, ich will sie schon zu Ende bringen“, meinte Buchmann am Ruhetag der Tour de France in La Rochelle an Frankreichs Westküste.

Auch aufgrund seines Sturzes kurz vor der Tour de France musste er die Erwartungen erneut dämpfen. „Mir fehlen gerade einfach 15 bis 20 Watt, die ich noch noch vor dem Sturz hatte. Und damit kann man bei der Leistungsdichte hier eben nicht vorne mitfahren“, sagte der Vorjahres-Vierte angesichts seines Sturzes vor der Tour.

Tour de France: Emanuel Buchmann definiert Ziele neu - „Schauen, dass ich mich erhole“

Im Gesamtklassement liegt Buchmann nun auf dem 18. Rang, der 17. wäre schon mehr als zwei Minuten entfernt. 5:45 Minuten beträgt der Rückstand auf den Slowenen Primoz Roglic, der aktuell den ersten Rang belegt. Buchmann wird scheinbar angesichts seiner Ausgangslage gar nicht erst versuchen, mit den Favoriten mitzugehen.

„Ich will schauen, dass ich mich erhole, wir müssen einfach von Tag zu Tag schauen“, meinte Buchmann offen. Sollte er auf einer Etappe nur mitrollen, „dann wird das eben so sein“. Für das kommende Jahr ist der Plan bereits klar. „Das Podium bleibt das Ziel - ich weiß ja, dass ich das kann.“ Die zehnte Etappe gewann der Ire Sam Bennett. Er brach danach in Tränen aus. Zuvor hatte der Corona-Fall des Tour-Direktors Christian Prudhomme für Aufsehen gesorgt. (ajr)

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