Erster Etappensieg für deutschen Fahrer

Tour de France: Mega-Befreiung für deutschen Radprofi nach Etappensieg - „Bedeutet mir so viel“

Tour de France 2020: Lennard Kämna von Bora-hansgrohe jubelt nach seinem Etappensieg.
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Tour de France 2020: Lennard Kämna von Bora-hansgrohe jubelt nach seinem Etappensieg.

Für eine versöhnliche Etappe für alle deutschen Tour-de-France-Fans sorgte Lennard Kämna am Dienstagnachmittag. Mit einer tollen Attacke sorgte er für den ersten deutschen Etappensieg 2020.

Villard-de-Lans - Es ist der bisher größte Erfiolg in der Karriere des 24-Jährigen Lennard Kämna*. Der Schleswig-Holsteiner vom deutschen Team Bora-hansgrohe tütete auf der 16. Etappe nach 164 Kilometern zwischen La Tour-du-Pin und dem Aplen-Ort Villard-de-Lans zwischen den ersten deutschen Etappensieg bei der diesjährigen Tour de France ein.

Die Bergankunft der Olympiastadt Grenoble setzte sich der Wedeler nach einer Attacke aus einer Fluchtgruppe durch und hatte am Ende 1:27 Minuten Vorsprung auf den Ecuadorianer Richard Carapaz vom Team Ineos Grenadiers, der als amtierender Giro-Sieger bei der 107. Auflage der Tour antritt. Mit einem Soloritt über 20 Kilometer setzte sich der Deutsche eindrucksvoll durch.

16. Etappe der Tour de France: Mega-Erfolg für Lennard Kämna - auch Simon Geschke mit starker Leistung

Der Schweizer Sebastien Reichennach wurde mit 1:56 Minuten Abstand auf Kämna Dritter. Zweitstärkster deutscher Fahrer war der Berliner Simon Geschke, der mit 2:35 Minuten Rückstand auf dem fünften Platz landete und somit den guten Eindruck der deutschen Fahrer bestätigte.

„Ich fühle mich großartig. Es ist ein wunderbarer Tag für mich“, so Kämna nach seinem Sieg. „Es war von Beginn an ein Kampf, ich musste es allein zu Ende fahren. Am Ende bin ich All-in gegangen“, fasst er die anstrengende Etappe zusammen. „Es ist auch für das Team eine große Erleichterung. Ich bin so froh, dass ich gewonnen habe.“

Tour de France: Mega-Erleichterung bei Bora-hansgrohe - Team „hat so hart gearbeitet“

Die Erleichterung dürfte groß gewesen sein, zumal sich Kämna nur vier Tage nach seinem höchst unglücklichen zweiten Platz bei der 13. Etappe am Puy Mary mit seinem Sieg für seine Anstrengungen belohnte. „Das bedeutet mir so viel“, meinte Kämna erleichtert, nachdem er kurz zuvor jubelnd über die Ziellinie gefahren war.

Für sein Team Bora-hansgrohe, das einige Rückschläge verdauen musste, sorgte er für ausgelassene Freude. „Es ist auch für das Team eine große Erleichterung, es hat so hart gearbeitet“, so der Etappensieger. Es war der 90. Etappenerfolg für einen deutschen Fahrer in der Geschichte der Rundfahrt. John Degenkolb gelang 2018 in Roubaix der letzte Tageserfolg. (ajr) *ovb-online.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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