3. Etappe Lorient-Pontivy

Nächstes Sturzfestival bei der Tour de France! Deutscher Unglücksrabe schon wieder involviert

Sprinter Caleb Ewan stürzt kurz vor dem Ziel der dritten Etappe der Tour de France.
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Sprinter Caleb Ewan stürzt kurz vor dem Ziel der dritten Etappe der Tour de France.

Die Tour de France wird erneut von vielen Stürzen überschattet. Die Favoriten verlieren Zeit, auch der Deutsche Tony Martin stürzt.

Pontivy/München - Bei der Tour de France kam es erneut zu schlimmen Stürzen, auch kurz vor dem Ziel kracht es nochmal. Neben einigen Favoriten, die viel Zeit im Kampf ums Gelbe Trikot verlieren, hat es auch zwei deutsche Fahrer erwischt.

Tour de France: Schlimme Stürze zwischen Lorient und Pontivy

Primoz Roglic hetzte dem Feld mit zerfetztem Trikot hinterher, doch am Ende musste der Top-Favorit der Tour de France eine erste herbe Niederlage einstecken. Während Tim Merlier den ersten Sprint-Showdown für sich entschied, kämpfte Roglic nach einem Sturz nur zehn Kilometer vor dem Ziel in Pontivy verbissen um jede Sekunde. Am Ende kassierte der Slowene in einer von drei schweren Stürzen überschatteten Etappe über eine Minute auf den Tagessieger, während Mathieu van der Poel sein Gelbes Trikot souverän verteidigte.

Als sich alles auf einen Sprint royale einstellte, verlor Roglic zehn Kilometer vor dem Ziel die Kontrolle über sein Rad. Der 31-Jährige rutschte durch den Schotter am Straßenrand in den Graben, berappelte sich aber schnell wieder. Trotz der Hilfe seiner Teamkollegen kam der Tour-Zweite aus dem vergangene Jahr nicht mehr ans Hauptfeld heran.

Titelverteidiger Tadej Pogacar erwischte es dann vier Kilometer vor der Ziellinie. Roglics Landsmann blieb bei einem Sturz mehrerer Fahrer zwar auf dem Rad, verlor aber den Anschluss an die Spitze. Am Ende rollte Pogacar mit 26 Sekunden Rückstand über die Ziellinie und verlor den dritten Platz der Gesamtwertung. Dort führt van der Poel mit acht Sekunden Vorsprung vor Frankreichs Liebling Julian Alaphilippe und 31 Sekunden vor Richard Carapaz aus Ecuador.

Tour de France: Schlimmer Sturz - Geraint Thomas zieht Tony Martin und Robert Gesnik mit

Auch die Sprinter kamen nicht ungeschoren davon. Etappenfavorit Caleb Ewan verlor wenige Meter vor dem Ziel die Kontrolle über sein Rad und räumte den dreimaligen Weltmeister Peter Sagan gleich mit ab. Während Sagan weiterfuhr, blieb Sprintstar Ewan auf der Straße liegen und musste behandelt lange werden.

Für die Anwärter auf den Gesamtsieg hatte der Tag schon schlecht begonnen. Nach gerade einmal 36 Kilometern auf dem Weg von Lorient nach Pontivy wäre die Tour für Geraint Thomas auf dem rauen bretonischen Asphalt fast schon beendet gewesen. Der Sieger von 2018 stürzte durch einen Fahrfehler, knallte dabei mit der Schulter hart auf die Straße. Laut Medienberichten kugelte sich der Brite dabei die rechte Schulter kurz aus. Nach medizinischer Behandlung stieg der Ineos-Kapitän aber wieder aufs Rad und wurde von drei Teamkollegen zurück ins Feld gebracht.

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Der bereits auf der ersten Etappe schwer gestürzte Tony Martin, dem am Streckenrand eine Frau zum Verhängnis wurde, und sein Teamkollege Robert Gesink wurden beim Sturz von Thomas ebenfalls zu Boden gerissen. Während Martin das Rennen fortsetzte, musste Gesink verletzt aufgeben. Damit hatte Roglic bereits einen wichtigen Helfer verloren, zumal Gesink auch in den Bergen Qualitäten hat. Am Dienstag bekommen die Sprinter gleich ihre nächste Chance. Auf den 150,4 Kilometern von Redon nach Fougères schwächt nicht eine Bergwertung die Beine der schnellen Männer. (ck/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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