Haching komplett durch den Wind

Brouczek
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Immerhin eine gute Nachricht gab es am Mittwoch Abend: Nach 435 Minuten traf die SpVgg Unterhaching endlich mal wieder ins Tor. Allerdings gab es unterm Strich dennoch nicht viel Grund zur Freude. Auch gegen Absteiger und Tabellen-Schlusslicht Carl Zeiss Jena gelang den Hachingern kein Sieg. Mit viel Glück holte die SpVgg am Ende ein 2:2-Unentschieden, unter anderem weil Keeper Steve Kroll einen Elfmeter hielt, Jena weitere dicke Chancen ausließ und Felix Schröter in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich traf.

Unterhaching – Immerhin eine gute Nachricht gab es am Mittwoch Abend: Nach 435 Minuten traf die SpVgg Unterhaching endlich mal wieder ins Tor. Allerdings gab es unterm Strich dennoch nicht viel Grund zur Freude. Auch gegen Absteiger und Tabellen-Schlusslicht Carl Zeiss Jena gelang den Hachingern kein Sieg. Mit viel Glück holte die SpVgg am Ende ein 2:2-Unentschieden, unter anderem weil Keeper Steve Kroll einen Elfmeter hielt, Jena weitere dicke Chancen ausließ und Felix Schröter in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum Ausgleich traf. Haching ist damit seit neun Spielen in der Dritten Liga ohne Sieg und bleibt eine der größten Enttäuschungen nach der Corona-Pause.

Am Ende mussten die Gastgeber sogar zufrieden sein mit dem Punkt im Duell der beiden schlechtesten Mannschaften seit dem Re-Start. „Das hat schon wehgetan, zu Hause 0:2 gegen Jena in Rückstand zu liegen“, sagte Trainer Claus Schromm, „da ist es ganz schön, dass wir wenigstens noch zweimal getroffen haben.“ Hätte Jena allerdings in den denkwürdigen fünf Minuten nach einer Stunde Spielzeit seine Chancen genutzt, wäre Haching mit 0:4 hinten gelegen. „In dieser Phase waren wir komplett durch den Wind“, gab Schromm zu, „mit einem 3:0 wäre das Ding durchgewesen.“ Als die Hausherren in der 59. Minute vor dem Tor den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone brachte, schoss Eckardt das 0:1, zwei Minuten später gelang Zejnullahu mit einem Sonntagschuss aus 25 Metern ins Kreuzeck das 0:2. Zwei Minuten später parierte Keeper Kroll bärenstark gegen Kübler, nur eine Minute danach traf Grösch mit einem Kopfball die Latte des Hachinger Tores.

Schon vor der Pause hatte Kroll seinem Team das Unentschieden gerettet. Nach Maximilian Krauß’ Foul an Rohr hielt der Ersatzkeeper bei seinem dritten Saisoneinsatz den Strafstoß von Zejnullahu. Bis zu dieser 20. Minute hatte die SpVgg zwar engagiert begonnen, gegen den extremen Defensivriegel der Thüringer, die teilweise mit zehn Spielern im eigenen Starfraum verteidigten, aber auch keine Masse an guten Torchancen zu verzeichnen. Die beste und zugleich erste war ein Lattenschuss von Schröter in der 12. Minute.

„Wir können uns nicht viel vorwerfen in der ersten Halbzeit, müssen uns aber bei Steve bedanken, dass wir mit einem Unentschieden in die Halbzeit gehen“, sagte Schromm. Auch im zweiten Durchgang war für seine Mannschaft kaum ein Durchkommen. So mussten zwei Standards herhalten, um wenigstens einen Punkt als Belohnung für das nicht nachlassende Anrennen zu bekommen. Erst köpfte Verteidiger Paul Grauschopf in der 71. Minute nach einem Eckball das 1:2, in der 92. Minute machte Schröter ebenfalls nach einer Ecke per Kopf das 2:2. Man könnte es am Ende einen Teilerfolg nennen. Dass auch gegen den Tabellenletzten kein Sieg heraussprang und sich die schlimme Negativserie damit fortsetzte, konnte die Lage allerdings nur mäßig beruhigen.

Zum letzten Saisonspiel fährt die SpVgg am Samstag zum MSV Duisburg und ist dabei mittendrin im Rampenlicht des Aufstiegskampfes. Denn der wochenlange Tabellenführer hat seine optimale Ausgangslage verspielt, rutschte zuletzt komplett aus den Aufstiegsrängen und erhielt sich mit einem 2:2 bei Spitzenreiter Bayern München II nur noch die Chance auf den Relegationsplatz. Dafür muss Duisburg aber Haching schlagen und auf einen Ausrutscher des FC Ingolstadt hoffen.

Auch der TSV 1860 hat noch Chancen auf den Relegationsplatz. Voraussetzung ist aber ein Sieg gegen den FC Ingolstadt und zumindest ein Hachinger Unentschieden in Duisburg. Claus Schromm verspricht jedenfalls einen fairen Wettkampf: „Wir sind am Wochenende nochmal gefordert und werden alles geben.“

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