3. Liga

3:3 -  Haching reicht 2:0-Führung nicht

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Schwer enttäuscht: die Spieler der SpVgg Unterhaching nach dem Schlusspfiff in Zwickau.

Der Absturz ist gestoppt, der Schritt zurück in den engsten Kreis der Aufstiegskandidaten gelang aber auch nicht. Die SpVgg Unterhaching musste sich beim FSV Zwickau mit einem Unentschieden begnügen. Die turbulente Partie endete 3:3, die Hachinger gaben eine frühe 2:0-Führung aus der Hand, gerieten sogar in Rückstand und hatten vier Minuten vor Schluss Glück, dass ein Freistoß von Sascha Bigalke abgefälscht wurde und noch zum Ausgleich im Netz landete.

Zwickau/Unterhaching – Cheftrainer Claus Schromm ärgerte sich vor allem über die Abwehrleistung seiner Mannschaft: „Es ist haarsträubend, wie wir gerade defensiv verteidigen, was wir zulassen und welche Geschenke wir verteilen. Wir hatten vor zwei, drei Wochen noch die beste Abwehr, davon ist nichts mehr zu sehen. Wir müssen dringend wieder stabiler in der Defensive stehen.“ Aus den letzten vier Partien holten die Hachinger nur einen Punkt und kassierten insgesamt zehn Gegentore.

Dabei sah es nach nur fünf Minuten ganz so aus, als könnte die Negativserie der letzten Wochen in Zwickau ein Ende finden. Die SpVgg erwischte beim Abstiegskandidaten einen Traumstart. Nach 157 Sekunden zappelte bereits ein Schuss von Kapitän Alexander Winkler im Netz.

Nur 90 Sekunden danach flankte Moritz Heinrich in den Strafraum, Verteidiger Paul Grauschopf hielt unbedrängt den Kopf hin – 0:2. In der 8. Minute hatte Alexander Fuchs sogar frei vor Brinkies das 0:3 auf dem Fuß, scheiterte aber am FSV-Keeper. Doch die frühe Führung war nicht beruhigend, im Gegenteil.

Zwickau kam zu leicht zurück in die Partie und war plötzlich die tonangebende Mannschaft. Jensen traf in der 15. Minute noch den Innenpfosten, in der 24. Minute markierte Schröter mit einem Sonntagsschuss aus 18 Metern in den Torwinkel das 1:2. SpVgg-Schlussmann Nico Mantl parierte in der 39. Minute einen Schuss von Schröter, dennoch jubelte Zwickau noch vor der Pause über den Ausgleich. Könicke setzte sich locker auf der rechten Seite gegen Fuchs durch, in der Mitte stand Huth völlig frei vor dem Hachinger Kasten und schob ein. „Haarsträubend“, wiederholte Schromm, „was wir da anstellen und wie viele Tore wir in den letzten Wochen bekommen.“ Mantl rettete kurz vor der Pause in höchster Not das Ergebnis, Haching ging mit einem glücklichen Remis in die Halbzeit. „Mit dem 2:2 nach 45 Minuten war ich nicht ganz unglücklich“, gab Schromm zu.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine sehr unterhaltsame Begegnung, in der wieder die Hachinger den besseren Start erwischten. Schromm hatte inzwischen drei frische Offensivkräfte eingewechselt. Vor allem Florian Dietz stand gleich zweimal im Blickpunkt. In der 51. und 54. Minute fand er jeweils in Brinkies seinen Meister. Wie schon im ersten Durchgang kippte die Partie allerdings wieder zu Gunsten der Gastgeber. Nach einer knappen Stunde zog Schröter ab, Mantl sah bei dem Flachschuss nicht gut aus, der Ball trudelte von seinen Fingern ins Tor. 3:2, Spiel gedreht. Lange zielte danach knapp vorbei, Fricks Schuss touchierte sogar die Querlatte, Haching war jetzt im Glück. Erst recht, als Bigalkes Freistoß in der 86. Minute von zwei Zwickauern zum 3:3 ins Tor abgefälscht wurde.

„Wir sind nach der Halbzeit eigentlich gut rausgekommen, fangen uns dann aber das 3:2“, so Schromms Analyse der zweiten Halbzeit, „danach sind wir ein bisschen im Nebel rumgelaufen, sowohl offensiv wie defensiv. Da dürfen wir uns nicht beschweren, wenn wir sogar das 4:2 bekommen. Immerhin gab’s noch den späten und glücklichen Ausgleich.“

Für die SpVgg Unterhaching geht es am Mittwoch (19 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Waldhof Mannheim weiter, ein weiteres Spitzenspiel gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten nach dem 1:3 gegen Eintracht Braunschweig.

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